Märkte am Mittag

Weizen und Raps stabil


Markttendenz
Hamburger Händler erwarten größere Verschiffungen ab Januar 2017. Sie raten jetzt bei anziehenden Kursen zu kontinuierlichen Verkäufen. Bei der Rapssaat sollten die Erzeuger über weitere Verkäufe nachdenken, wenn die Erzeugerpreise 390 €/t ab Hof überschritten haben.
Der Weizenkurs an der Matif stieg am heutigen Freitag um 0,50 Euro/t auf 169,75 Euro/t für den März-Termin an. Am Weizenmarkt ist die Belebung der Nachfrage am Exportmarkt der wichtigste Faktor für den Preisanstieg.

Die Läger in der Landwirtschaft sind in Ostdeutschland mit über 70 Prozent der Erntemenge 2016 an Weizen nach wie vor gut gefüllt. Für die europäischen Exporteure bedeutet der schwächste Stand des Euros (1,06) zum US-Dollar seit einem Jahr eine deutlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt. Nach den hohen Verkäufen von 580.000 t Weizen nach Algerien wird wohl auch die nächste Nachfragewelle aus Nordafrika mit deutschem und baltischem Weizen bedient werden können.

Am deutschen Weizenmarkt spüren die Erfassungshändler eine bessere Stimmung und erwarten mehr Exportnachfrage. Basis Lieferung Januar 2017 werden mit 172 €/t gut 2 €/t über dem Matif März Termin bezahlt. Ab Hof in Mecklenburg nähern sich die Erzeugerpreise den 160 €/t für den B-Weizen. Die Landwirte setzen mit der höheren Exportnachfrage auf einen Anstieg der Preise und bleiben beim Verkauf weiter zurückhaltend.

Auch den Rapsmarkt sehen die Händler fest. Durch den schwachen Euro werden die Rapsimporte teurer. Die Matif notiert für den Februar 2017 Termin um 403,50 um 0,50 Euro/t schwächer. Damit werden jetzt für Rapssaaten über 403 Euro/t franko Ölmühle bezahlt. (Ps)
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