Märkte am Morgen: Getreide

Weizen verliert an Substanz

Weizen: Die Nachrichtenlage am europäischen Weizenmarkt war ausgesprochen dürftig. Die Kurse gaben im Vorfeld der Ernte weiter nach, auch unter dem Einfluss eines festeren Euros. Der Euro gewinnt gegen den US-Dollar weiter und notiert heute Morgen bei rund 1,11 US-Dollar. Der September-Weizen verlor an der Matif 1,25 €/t und rutschte auf 166,25 €/t ab. Der Dezember hielt sich nach einem Minus von 1 €/t noch gerade so über der 170er-Marke.
 
In Chicago profitierte der Weizen von einer Gegenreaktion auf den schwachen Vortag und kleineren Shorteindeckungen. Die Kurse schlossen gut behauptet, der Juli notierte mit 4,24 US-$/bushel. Die Stimmung bleibt gedrückt, denn die zurückgenommene Bonitierung der US-Weizenbestände, die Schäden durch den Wintersturm Ende April und eine deutlich kleinere kommende US-Weizenernte bringen keinen nachhaltigen Schub für die Chicagoer Notierungen.
 
Russland hat in diesem Wirtschaftsjahr bis zum 10. Mai 24,4 Mio. t Weizen exportiert und die Ausfuhren um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Auch beim Maisexport hat Russland mit einem Plus von 2,5 % auf 4,4 Mio. t zugelegt. Der Gerstenexport von 2,6 Mio. t fällt sogar fast 38 % höher als im Vorjahr aus.
 
Ägypten hat in der begonnen neuen Kampagne 1,7 Mio. t Weizen von den lokalen Märkten aufkaufen können. Als Zielvorstellung für die lokalen Käufe nennt die ägyptische Regierung 3,8 Mio. t.
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen zeigten nur minimalste Bewegungen. Der Frontmonat schloss unverändert mit 3,68 US-$/bushel, die übrigen Termine notierten gut behauptet. Die Wetteraussichten im Mittleren Westen für die weitere Maisaussaat sind bleiben durchwachsen, lassen aber Fortschritte erwarten.
 
An der Matif setzt sich die Bereinigung für die alterntigen Mais-Futures fort. In einem für Mais lebhaften Handel mit mehr als 4.300 Kontrakten verlor der Juni 2,75 €/t deutlicher  und schloss 169,50 €/t. Auch der August gab mehr als 2 €/t nach. Der ungewöhnliche Druck und das rege Volumen basieren vermutlich auf von Optionen, die in der Regel zur Monatsmitte vor dem Auslaufen des aktuellen Frontmonats eingelöst werden. (St) 
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