Märkte am Morgen: Getreide

Weizenexporte laufen rund

Weizen: An der Matif gab Weizen nach schwächeren Vorgaben aus Übersee einen Teil der Vortagsgewinne wieder ab. Der Mai schloss nach einem Minus von 0,75 €/t bei 155 €/t. Die europäischen Weichweizenexporte markierten einen Höchststand für die laufende Kampagne und es wurden neue Exportlizenzen von 1,05 Mio. t gezogen. Dadurch haben sich die Lizenzziehungen für Weichweizen in dieser Kampagne auf 21,2 Mio. t erhöht. Trotz des kräftigen Aufschwungs liegen die Exporte aber noch 2,5 Mio. t unter den vergleichbaren Vorjahreswerten zurück.
 
In Chicago brachten kleinere Gewinnmitnahmen und ein etwas fester US-Dollarkurs den Weizen wieder in die Defensive. Der Mai notierte nach einem Minus von 3,6 Cent/bushel bei 4,63 US-$/bushel. Schneefall in den US-Plains schwächten die Bedenken um größere Schäden bei Feldbeständen ab.
 
Agenturberichten zufolge steht die Chicagoer Börse kurz vor der Einführung eines eigenen europäischen Weizenkontraktes. Der Reuters-Meldung zufolge könnte der europäische Weizenkontrakt schon im Juni starten, erster Liefermonat soll der September werden. Die erfolgreichen Verhandlungen über Lagerverträge mit französischen Genossenschaften über Andienungsplätze hätten für einen Durchbruch gesorgt, heißt es.  
 
Mais: Für Mais ist die Nachrichtenlage dürftig. Die Kursbewegungen werden kurzfristig vom Weizen vorgegeben. In Chicago gab Mais leicht nach, der Mai schloss bei 3,68 US-$/bushel. Etwas Technik in einen überverkauften Markt soll für Druck gesorgt haben. Impulse könnte der Maismarkt am Donnerstag kommender Woche erhalten, wenn das USDA neue Zahlen über die US-Anbauflächen und Quartalsbestände veröffentlicht.  
 
Argentinien wird möglicherweise eine weitaus größere Maisernte einfahren, als zuletzt erwartet. Agenturberichten zufolge rechnet die Regierung aufgrund einer erheblich größeren Spätaussaat mit einer Maisernte von 27 Mio. t. Die Zahl dürfte allerdings mit einem sehr großen Fragezeichen versehen sein, denn die Börse in Buenos Aires erwartet nur eine Maisernte von 25 Mio. t und das USDA von 27 Mio. t.
 
Mais/Gerste: In Paris konnte sich Mais etwas stabilisieren. Der Juni schloss nach einem leichten Plus bei 154 €/t. Die stetigen Zufuhren von Drittlandsmais halten an. In dieser Woche wurden neue Importlizenzen von 354.000 t Mais gezogen. Sie haben sich damit in dieser Kampagne auf 10,3 Mio. t erhöht.
 
Der Gerstenexport aus der EU bekam in dieser Woche noch einmal einen kräftigen Schub. Es wurden neue Exportlizenzen von 475.000 t bewilligt, so dass die Gerstenexporte in diesem Wirtschaftsjahr inzwischen 7,9 Mio. t erreicht haben. (St)

Wir wünschen unseren Lesern schöne Osterfeiertage. Der nächste Morgenmarkt erscheint wieder am Dienstag, den 29. März.
stats