Märkte am Mittag

Weizenhandel lebt vom Export

An der Matif notiert Weizen für den September -Termin bei 166,25 €/t mit einem Plus von 1,5 €/t. Bei der Rapssaat notiert der Monat August 2016 bei 376,75 €/t gegenüber gestern mit einem Plus von 2,50 Euro/t. Eine gute Exportnachfrage, ein günstiger Dollarkurs und das geringe Angebot der französischen Farmer unterstützen in Europa den positiven Preistrend. Aus eigener Kraft kann europäischer Weizen allerdings kaum fester bewertet werden. Die guten Aufwuchsbedingungen sprechen für schwächere Kurse. Allerdings wird immer mal wieder über Krankheitsdruck in den Beständen aufgrund der feuchten Witterung gesprochen. So halten sich die Landwirte mit Abschlüssen für die neue Ernte eher zurück und warten tatsächliche Erträge und Qualitäten ab.

Markttendenz
Bei der Ernte 2015 raten die Händler dazu, Preisspitzen für Restverkäufe beim B-Weizen zu nutzen. Bei der Vermarktung der neuen Ernte 2016 sollten die Witterungsbedingungen in den kommenden sechs bis acht Wochen abgewartet werden. Bei der Rapssaat sind die landwirtschaftlichen Betriebe dabei, erste Mengen der neuen Ernte 2016 zu vermarkten.
Die alte Ernte ist bis auf Restmengen abgewickelt. Ab und zu wird ein Schiff in Hamburg oder Rostock für den Export Weizen und Gerste aus der Ernte 2015 gesucht. Für B-Weizen lassen sich dazu 140 Euro/t bis 145 Euro/t ab Hof erzielen. Am Exportmarkt ist von wenig Neugeschäft die Rede. Die Abwicklungen in den Seehäfen bleiben aber auf Hochtouren.

Die Rapspreise ziehen weiter an. Die Sorge um die argentinische Bohnenernte bleibt bestehen und unterstützt die Sojabohnen in Chicago. Der Canola in Winnipeg hat ebenfalls festere Kurse. Kanadisches Rapsöl wird zunehmend im US- Biodiesel eingesetzt. Die kanadische Verarbeitung boomt. Der EU-Raps wird damit wettbewerbsfähiger und australische Ware rechnet sich nicht mehr so gut für den Import. So bleibt der europäische Raps abhängig vom Sojakomplex, der Währung und den Rohöl- und Pflanzenölmärkten. Zu den festeren Konditionen haben Landwirte Teilmengen für Raps der neuen Ernte 2016 abgeschlossen. Einige Ölmühlen zahlen noch deutliche Prämien für alte Ernte. (PS)
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