Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse bröckeln ab

Weizen: An der Matif bewegte sich vor den Feiertagen nur wenig. Der März schloss in ruhigem Handel mit 174 €/t. Auch vor dem Jahreswechsel sind kaum größere Handelsaktivitäten erwarten. Der Euro notiert den US-Dollar heute Morgen ähnlich wie vor den Feiertagen etwas unter 1,10 US-Dollar.
 
Die Euronext will Agenturberichten zufolge die Weizen-Futures No.1 und No.2 ab 2018 in einem einzigen Kontrakt zusammenführen. Im Gegensatz zu vorangegangenen Planungen soll aber kein neuer Kontrakt implementiert werden, sondern der Kontrakt No.2 wird für den etablierten Weizenkontrakt No.1  geöffnet.
 
In Chicago bröckelnden die Weizenkurse weiter ab und der März notierte bei 4,67 US-$/bushel. Heute Morgen sind die vorbörslichen Vorgaben aus Chicago noch freundlich. Die US-Weizenexporte laufen nur auf Sparflamme und die wöchentlichen US-Exportzahlen erreichten nur 370.000 t.
 
Die Weizenexporte aus der EU gewinnen langsam, aber stetig an Fahrt. In der Vorwoche wurden neue Exportlizenzen für 648.000 t Weichweizen gezogen. Sie haben sich in dieser Kampagne auf knapp 12,1 Mio. t summiert, liegen aber noch 1,6 Mio. t unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.
 
Ägypten kauft in Argentinien
 
Ägypten hat vor den Feiertagen 120.000 t Weizen aus Argentinien gekauft. Damit platziert Argentinien erstmals seit mehreren Jahren wieder einen Auftrag in Nordafrika.  Der fob-Preis für den argentinische Weizen lag unter 175 €/t, die Frachtkosten werden mit 15,40 US-$/t beziffert. Die bevorstehende argentinische Weizenernte könnte nach offiziellen Schätzungen 10,9 Mio. t erreichen. Die Börse Buenos Aires taxierte die Weizenernte aufgrund der erheblichen Flächeneinschränkung aber 1,4 Mio. t niedriger.
 
Marokko hat seine Importsteuern für Weichweizen von 50 auf 30 Prozent gesenkt. In diesem Jahr hat Marokko zwar eine sehr gute Weizenernte von 5,2 Mio. t eingefahren, aber die Aussichten für die neue Ernte sind aufgrund fehlender Niederschläge schlecht.
 
Mais: In Chicago gaben die Notierungen geringfügig nach. Der März schloss bei 3,64 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von knapp 804.000 t fielen besser als erwartet aus, trotzdem hinkt der Maisexport der USA gegenüber dem Vorjahr hinterher.  
 
Argentinien wird seine Maisfläche diesem Jahr offiziellen Schätzungen zufolge um 100.000 ha ausdehnen. Analysten erwarten allerdings einen etwas größeren Anstieg.
 
An der Matif stand der Frontmonat unter technischen Störfeuer und der Januar-Termin fiel nach kräftigen Verlusten auf unter 151 €/t. Die Maisimporte in die EU laufen weiterhin auf hohem Niveau. In der Vorwoche wurden neue Importlizenzen von 578.000 t gezogen, die sich damit auf fast 6,2 Mio. t summiert haben.
 
Gerste: Die recht lebhafte Nachfrage für europäische Gerste hält an. In der Vorwoche wurden in der EU neue Ausfuhrlizenzen von 384.000 t Gerste gezogen. Sie haben sich im Laufe des Wirtschaftsjahres auf 5,5 Mio. t summiert und übersteigen den Vorjahreswert um 2,6 Mio. t. (St) 
stats