Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse etwas schwächer

Weizen: Die jüngsten Regenfälle haben die Trockenheit in weiten Teilen Westeuropas gelindert. Auch die sehr trockenen nordostfranzösischen Regionen haben seit Mittwoch ebenso wie der Westen und die Mitte Deutschlands etwas ergiebigere Niederschläge erhalten. Der europäische Terminmarkt reagierte darauf mit Verlusten von 1,50 €/t für die beiden vorderen Termin der neuen Ernte. Der Dezember schloss mit 173,25 €/t. Die alte Ernte profitierte von Technik und der Frontmonat Mai legte 1,75 €/t auf 171,25 €/t zu. Am Hamburger Markt haben sich die Kassamarkt-Prämien auf 6 €/t auf der Briefseite und 5 €/t auf der Geldseite erhöht. Die EU-Kommission reduzierte ihre Prognose der kommenden europäischen Weizenernte um 300.000 t auf 141,9 Mio. t.
 
In Chicago notierte Weizen neutral. Der Juli schloss unverändert mit 4,54 US-$/bushel. Der Markt wartet noch auf die Diagnose der Schäden, die der Schneesturm vom Wochenende in den westlichen US-Plains hinterlassen hat. Ersten Einschätzungen  zufolge sollen sich die Totalverluste in Grenzen halten, es wird aber mit größeren Ertragseinbußen gerechnet. Im westlichen Kansas berichten die Teilnehmer der jährlichen US-Erntebereisung von starkem Befall mit Pilzkrankheiten und Mosaikvirus beim Weizen.
 
Mais: Mit einer neuen Wetterprämie reagierte die Börse in Chicago auf die Überschwemmungen in Teilen des Mittleren Westens. Im östlichen Maisgürtel lässt sich erst am Wochenende eine Besserung des sehr nassen Wetters erwarten. Der Julitermin notierte nach einem Plus von 2,4 Cent/bushel mit 3,75 US-$/bushel.
 
In Brasilien zeichnet sich eine bessere Maisernte ab, als zuletzt geschätzt. Das US-Analystenhaus Informa erwartet eine Maisernte von 96 Mio. t. Das USDA hatte zuletzt 93,5 Mio. t geschätzt. China wird am Freitag mit dem Verkauf von 2,5 Mio. t Mais aus den staatlichen Reserven starten.
 
An der Matif gaben die beiden vorderen Maisnotierungen etwas nach. Der Juni schloss mit 174 €/t. (St) 
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