Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse gut behauptet

Weizen: Nach schwachem Start brachte der Vorzeichenwechsel in Chicago auch die Matif-Notierungen aus dem roten Bereich. Der Mai notierte mit 154,00 €/t unverändert wie am Vortag. Die neue Ernte schloss gut behauptet.
 
Am Hamburger Markt lagen die Gebote der Exporteure für Weizen Basis 12 Prozent Protein weiterhin 1,00 €/t unter Matif-Mai. Die Abgeber fordern einen Aufschlag von 2,00 €/t auf die Matif-Notierung. In Deutschland finden umfangreiche Exportverladungen statt, bzw. stehen an. Es werden noch Weizenpartien für den Export gesucht. Zurzeit oder in Kürze werden je 60.000 t Weizen für die Türkei, Kenia und den Oman verladen. Sri Lanka wartet auf 25.000 t deutschen Weizen und für die Vereinigten Arabischen Emirate stehen 22.000 t und für Kuba 20.000 t Weizen in der Abwicklung.
 
In Chicago konnte Weizen nach Shortabdeckungen vor dem heutigen USDA-Report etwas Boden gut machen. Der Mai notiert nach einem leichten Plus bei 4,65 US-$/bushel. Das trockene Wetter in den südlichen US-Plains unterstützte die Futures, die zur fünften Mal hintereinander etwas fester schlossen.    
 
Die EU-Kommission erwartet auch für die neue Kampagne Druck auf die Weizenpreise. Sie geht davon aus, dass die Weizenbestände in der EU zum Ende 2016/17 um 200.000 t auf 17,4 Mio. t steigen könnten, falls die Weizenexporte auf 27 Mio. t fallen sollten. Für die laufende Kampagne rechnet die EU-Kommission mit einem Weichweizenexport von 29,1 Mio. t.
 
Die künftige ägyptische Importpolitik sorgt weiterhin für Verwirrung. Agenturberichten zufolge will der neue Leiter der Quarantäne-Behörde an einer Null-Toleranz bei Mutterkorn festhalten. Anderen Meldungen zufolge will sich Ägypten aber künftig an dem internationalen Handelsstandard von 0,05 Prozent Mutterkorn-Besatz ausrichten.
 
Mais: Die Chicagoer Maiskurse schlossen nach kleineren Shortabdeckungen mit einem leichten Plus gut behauptet. Der Mai notierte bei 3,60 US-$/bushel. Unterstützung gab es durch Aussaatverzögerungen infolge von Regenfällen in der US-Deltaregion. Den Erwartungen der Analysten zufolge wird das USDA in seinem heutigen Report die US-Maisbestände etwas nach oben korrigieren und seine Schätzung für die südamerikanischen Maisernten etwas anheben.
 
An der Matif führte sich der neue Frontmonat Juni schwach ein. Er schloss nach einem Minus von 1,00 €/t in  ruhigen Handel bei 152,25 €/t. (St) 
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