Preisprognose

Weizenkurse haben Luft nach oben


Grundsätzlich spricht nach Einschätzung der Agraranalysten der Commerzbank die starke Ausweitung des Angebots für fallende Maisnotierungen. Allerdings könnte die verzögerte Aussaat in den USA noch Abstriche an der erwarteten Erntemenge notwendig machen. Dennoch dürfte das Jahr 2013/14 mit einem erheblich globalen Überschuss schließen.

Maispreise gehen nach unten

Die Commerzbank prognostiziert zurzeit einen US-Maispreis im 4. Quartal 2013 von umgerechnet etwa 172 €/t. Sie positioniert sich damit oberhalb der Erwartung der Börse in Chicago, die aktuell für den Dezemberkontrakt umgerechnet etwa 159 €/t ausweist. Die Differenz zu den Notierungen für die alte Ernte ist jedoch in beiden Fällen groß. An der Börse in Chicago steht der Kontrakt Juli 2013 zurzeit bei umgerechnet fast 200 €/t.

Die Matif notiert zurzeit den Kontrakt August 2013 sogar noch mit rund 217 €/t. Da auch in der EU eine wesentlich größere Maisernte zu erwarten ist, rechnet die Commerzbank ebenfalls mit nachgebenden Notierungen in Paris, ohne diese näher zu beziffern.

Weizenernten mit Abstrichen

Etwas anders stellt sich die Marktlage für Weizen dar. Die Commerzbank-Analysten weisen darauf hin, dass zunehmend Risiken eingepreist werden müssen. Sie rechnen mit Ernteeinbußen in den USA und stellen dort zum Jahresende einen Weizenpreis von umgerechnet etwa 200 €/t in Aussicht. Die Börse in Chicago weist zurzeit für den Kontrakt Dezember 2013 einen Kurs von umgerechnet rund 195 €/t aus.

Der Weizenpreis an der Matif könnte sich nach Einschätzung der Commerzbank bis zum Jahresende auf 220 €/t und bis Mitte 2014 auf 230 €/t verteuern. Hierfür machen die Analysten „robuste" Exporte und zu erwartende Abwärtsrevisionen der Weizenernten in der EU und der Schwarzmeerregion verantwortlich. (db)
stats