Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse halten Bandbreite

Weizen: Die europäischen Weizen-Märkte schließen etwas schwächer. An der Matif verlor der Weizen 0,75 €/t für den Frontmonat Dezember, der bei 161,25 €/t schloss. Der europäische Weizenkontrakt der CME notierte den Dezember mit 162,75 €/t ebenfalls etwas schwächer. Es sieht so aus, als hätten die europäischen Terminmärkte Boden gefunden, zumal sie sich derzeit in einer vergleichsweise engen Bandbreite bewegen.
In Chicago notierten die Weizen-Futures gut behauptet und nur unwesentlich verändert.
 
Am Hamburger Markt waren die Kassapreise wenig verändert. Die Käufer zeigen Interesse bei einer Minusprämie von 0,50 €/t unter Matif-Dezember, die Abgeber fordern ein Aufgeld von 1 €/t über dem Matif-Kurs. Das Kaufinteresse bleibt überschaubar.
 
In Frankreich haben sich die Kassapreise bei kleinem Angebot sowohl für Mahlweizen als auch für Futterweizen befestigt. Die französischen Exporteure müssen weiterhin Deckungskäufe für eingegangene Exportverpflichtungen tätigen.
 
Ägypten hat nach der Kehrtwende bei seiner Mutterkorn-Politik 240.000 t Weizen in Russland zu einem Durchschnittspreis von 187,03 US-$/t cif kaufen können. Indien senkt den Importzoll für Weizen von 25 auf 10 Prozent, nachdem die indischen  Weizenbestände auf den Tiefststand seit fast einem Jahrzehnt gefallen sind.
 
Mais: Die US-Maisnotierungen standen unter leichtem Druck, der allerdings von kleineren Short-Eindeckungen abgefedert wurde. Die Kurse schlossen gut behauptet, der Dezember notierte mit 3,36 US-$/Bushel. Die Maiserträge in der US-Ernte liegen bisher etwas unter der offiziellen USDA-Ertragsschätzung.
 
China hebt die Besteuerung für DDGS aus den USA auf 33,8 Prozent an, um die eigene Ethanol-Industrie zu stützen. China ist der weltweit größte Käufer von amerikanischem DDGS.
 
An der Matif verbuchte Mais für die beiden vorderen Termine leichte Notizgewinne von 0,75 €/t. Der November schloss knapp unter 163 €/t. (St) 
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