Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse legen weiter zu

Weizen: Chicago gibt derzeit den Takt an den Weizenmärkten vor. Die Kurse zogen nach spekulativen Käufen 8,50 US-$/t an. Damit sprangen sie erstmals seit Oktober wieder über 7 US-$/Bushel. Die Trockenheit in den Hard-Red-Winterweizengebieten der USA treibt die jüngste Rally. Analysten sehen den scharfen Preisanstieg von 15 US-$/t in nur zwei Tagen als überzogen an und rechnen kurzfristig mit einer Konsolidierung. Im Osten der USA sieht es in den Anbaugebieten für Soft-Red-Winterweizen dagegen unproblematisch aus. Dort haben die Weizenbestände ausreichend Niederschläge erhalten.
 
Nach schwachem Start kam die Steilvorlage aus Chicago auch bei der Matif an. Die Kurse zogen zum Börsenschluss bis zu 4,75 €/t nach oben. Auch in Frankreich und Teilen Deutschlands, speziell in Süddeutschland, benötigen die Wintergetreidebestände Regen. Spekulationen über die weitere Entwicklung in der Ukraine geben den Börsenkursen hüben wie drüben unterschwellig zusätzliche Unterstützung.
 
Mais: In Chicago ging der Mais die Weizenrally nicht mit und notierte nur gut behauptet. Neuigkeiten waren dürftig. Unterstützung gab es allenfalls durch die rückläufigen US-Ethanolbestände, die Berichten zufolge in der Vorwoche auf ein Rekordtief fielen.
An der Matif legte Mais 2 €/t für den Juni und 2,50 €/t für die Folgetermine zu. (St)
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