Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse leicht erholt

Weizen: An der Matif schließt Weizen nach den schwächeren beiden Vortagen wieder mit leichten Notizgewinnen von 1,25 €/t für die Termine im alten Jahr. Der Dezember notierte bei Börsenschluss mit 183 €/t. Positive Vorgaben kamen zudem aus Chicago, wo sich die Kurse ebenfalls im grünen Bereich bewegten. In Chicago legte der Frontmonat September 11 Cent/bushel zu und schließt bei 5,03 US-$/bushel.  
 
Ägypten hat seinen neuen Weizentender mit 115.000 t aus der Ukraine und 60.000 t Weizen aus Russland gefüllt. Der billigste Weizen war eine Partie aus der Ukraine mit  knapp 180 US-$/t fob. Bei den wöchentlichen Exportzahlen haben die USA in dieser Woche mit 421.600 t die Nase vorn. In der EU wurden neue Exportlizenzen für Weichweizen über 349.000 t gezogen.
 
Die europäische Weichweizenernte fällt weitaus besser aus, als gedacht. Strategie Grains hat seine Prognose um 3,1 Mio. t auf 144 Mio. t angehoben. Für Frankreich erwarten die französischen Analysten eine Rekord-Weichweizenernte von 38,7 Mio. t. Für Deutschland taxiert der DRV die Weizenernte auf 25,7 Mio. t.
 
Im Hamburger Markt waren die Prämien für Weizen mit 12 Prozent Protein Basis September unverändert. Die Geldkurse lagen 1,00 bis 2,00 €/t unter der Matif-Dezember Notierung, die Offerten 1,00 €/t über Matif.
 
Mais: Auch die Maisnotierungen konnten sich etwas erholen. In Chicago legte der Dezember 7,2 Cent/bushel auf 3,75 US-$/bushel zu. Gegenreaktionen auf den schwachen Vortag und etwas festere Ethanol-Preise gaben Hilfestellung. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 531.000 t Mais entfallen weitestgehend auf Kontrakte für die neue Ernte.
 
In der kommenden Woche startet im Mittleren Westen eine große Erntebereisung, die möglicherweise dezidiertere Erkenntnisse über die Aussichten für die US-Maisernte liefern könnte. In Ohio taxierten Teilnehmer einer Crop-Tour die durchschnittlichen Maiserträge auf 166 bushel/acre. Der Schnitt wird allerdings durch sehr schlechte Maisbestände im Nordwesten des Bundesstaates gedrückt. Die Erträge lassen eine sehr große Bandbreite erwarten.
 
Auch an der Matif zeigte Mais wieder positive Vorzeichen. Der November legte 1,00 €/t auf 181,25 €/t zu. Die europäischen Maispreise könnten noch mehr Potenzial haben, denn Strategie Grains rechnet nur noch mit einer EU-Maisernte von 59,6 Mio. t und schließt weitere Abwärtskorrekturen nicht aus.  
 
Die EU-Kommission weist für diese Woche Lizenzziehungen für Maisimporte von insgesamt 992.000 t für das gesamte neue Wirtschaftsjahr aus. In der Vorwoche lag diese Zahl mit 1,4 Mio. t aber weit darüber. Möglicherweise enthielten die sehr hoch ausgewiesenen Importlizenzen der Vorwoche von 632.000 t einen Fehler oder es wurden Import-Lizenzen zurückgegeben. (St)
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