Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse mit neuen Hochs

Weizen: Gute Exportnachfrage für den europäischen Weizen, ein fester US-Dollarkurs und positive Einflüsse von Chicago ließen den Matifweizen weiter ansteigen. Der März machte weitere 1,25 €/t gut und markierte mit einem Schlusskurs von 173 € den höchsten Stand seit rund einem halben Jahr. Seit Jahresanfang hat der Weizen an der Matif 5 €/t gutgemacht, bleibt aber hinter dem strammen Kursanstieg in Chicago zurück.
 
Am Hamburger Markt haben sich mit den festeren Börsenotierungen die Kassamarkt- Prämien etwas  abgeschwächt. Für Weizen Basis 12 % Protein lagen die Aufgelder auf Matif-März je nach Geld- oder Briefseite bei 3,50 bzw. 4 €/t.
 
In Chicago bewegte sich der Weizen fünfmal hintereinander im Plus. Shorteindeckungen und neue Käufe der Fonds ließen die Märznotierung auf 4,52 US-$/bushel ansteigen. Seit Jahresanfang hat sich der Chicagoer Weizen vor allem durch technisch Käufe um mehr als 18 US-$/bushel verbessert. Nach Einschätzung von Analysten könnten die Chicagoer Weizen Futures damit ihren jahrelangen Abwärtstrend überwunden haben.  
 
Auf der Südhalbkugel ist eine sehr gute Weizenernte herangewachsen. Das australische Getreideamt Abares taxiert die diesjährige Weizenernte Australiens auf einen neuen Rekordstand von 35,1 Mio. t (Vorjahr 29,9 Mio. t) und toppt die USDA-Prognosen um 2,1 Mio. t. In Argentinien bestätigt das Agrarministerium die USDA Schätzung einer  Weizenernte von 15 Mio. t (Vorjahr 11,3 Mio. t). Damit könnte das Land 9 Mio. t Weizen exportieren. Das Exportvolumen Australiens dürfte nach der neuen Abares-Schätzung die Exportprognose des USDA von 24,5 Mio. t noch übersteigen.
 
Mais: Die Maiskurse in Chicago gewannen mit festerem Weizen und ansehnlichen wöchentlichen US-Exportverladungen von 1,25 Mio. t Mais. Der März notierte nach einem leichten Plus mit 3,75 US-$/bushel und hat sich auf den höchsten Stand seit Mitte Juli 2016 hochgearbeitet.
 
In Brasilien ist die Aussaat die zweite Maisernte nach Sojabohnen gut vorangekommen. Zum Wochenanfang waren bereits 27 % der geplanten Flächen im Boden. Die diesjährige Maisernte Brasiliens steuert nach der USDA Prognose auf eine Spitzenernte von 86,5 Mio. t zu.
 
An der Matif setzt sich die stetige Tendenz für Mais fort. Der März legte 0,50 €/t auf 173,50 €/t dazu. Seit Jahresanfang haben sich die Maispreise an der Matif um 6 €/t nach oben geschoben. (St)
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