Märkte am Morgen: Getreide

Weizenkurse verlieren erneut

Weizen: An der Matif setzt sich die schwächere Tendenz bei Weizen fort. Die Notizverluste hielten sich für November mit einem Minus von 0,75 €/t in Grenzen. Charttechnisch tendiert der Weizen weiterhin zur Schwäche, denn der November fiel unter seinen gleitenden 40-Tagesdurchschnitt. Für die neue Weizenernte verbessern sich mit dem feuchten und kühlen Mai die Aussichten zunehmend. Der Raiffeisenverband erwartet eine deutsche Weizenernte von 24,5 Mio. t, die mindestens das Vorjahresniveau erreichen wird. Die EU-Kommission geht in ihrem Prognosedienst Mars sogar von überdurchschnittlichen Getreideerträgen in diesem Jahr in der EU aus.
 
Den US-Börsen drückte die Aussicht auf eine gute globale Weizenversorgung 2014/15 auf die Stimmung. Wettermodelle sagen zudem Regenfälle in dem von gravierender Trockenheit gebeutelten südlichen US-Weizengürtel voraus. 

Die Fonds bleiben auf Liquidationskurs und nehmen Gewinne mit. Die Kurse gaben zum fünften Mal hintereinander nach. In den  vergangenen fünf Tagen hat der Juli-Weizen in Chicago knapp 11 US-$/t verloren. Der US-Weizen ist zudem vergleichsweise teuer und amerikanische Getreidehändler sorgen sich um die Wettbewerbsfähigkeit an den internationalen Märkten.  

UkrConsult erwartet für die Ukraine in diesem Jahr eine Weizenernte von 22,3 Mio. t. Dies wären 2,3 Mio. t mehr, als das USDA zurzeit schätzt.
 
Mais: Mais ließ sich vom festeren Sojakomplex inspirieren und schloss in Chicago etwas fester. Die US-Maisaussaat liegt in Linie mit dem Schnitt der vergangenen Jahre. Allerdings ist das Wetter zurzeit nicht optimal und es gibt Spekulationen, dass noch mehr Fläche von Mais zu Sojabohnen umgewidmet werden könnten.
 
An der Matif schloss Mais durchwachsen. Die alte Ernte konnte sich mit einem leichten Plus gut behaupten, die neue Ernte gab etwas nach. Für die Ukraine rechnet UkrConsult mit einer Maisernte von 16,7 Mio. t (USDA: 16 Mio. t). (St)
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