Märkte am Morgen

Weizenkurse zeigen Erholungstendenzen


Weizen: An der Matif profitierten die Weizennotierungen möglicherweise von dem gefallenen Eurokurs. Der Frontmonat März konnte in den beiden vergangenen Tagen knapp 7 €/t zulegen. Darin flossen aber auch verstärkte Glattstellungen und der zwischenzeitlich festeren Chicagoer Weizen mit ein. Die offenen Positionen der Weizenfutures in Paris bauen sich ziemlich heftig ab. Dabei nehmen die gesamten offenen Positionen stärker ab als der Kontraktbestand für den Frontmonat März. Es wird Kapital abgezogen.
 

USA exportieren rege

 
In Chicago sorgten Shortabdeckungen im Tagesverlauf für festere Weizenkurse, die Schlusskurse waren behauptet. Eine gute Exportnachfrage und Verkaufsabschlüsse von 400.000 t US-Weizen in den beiden Vortagen wirkten stützend. Die Saudis haben zudem einen Tender über 110.000 t Soft-Red Winter und über 44.000 t Hard-Red-Winterweizen ausgeschrieben. Ägypten signalisiert derzeit kein Kaufbedarf. Nach eigenen Angaben verfügt es über Weizenbestände, die für vier Monate reichen.
 
Mais: Mit überschaubaren Kursgewinnen für die beiden vorderen Termine knüpfte Mais in Chicago an die etwas freundlichere Tendenz der Vortage an. Höhere wöchentliche Produktionszahlen für Ethanol brachten Unterstützung. Die offenen Positionen der Chicagoer Mais Futures haben sich am Vortag signifikant, aber nahezu geräuschlos um fast 19.000 Kontrakte abgebaut.
In Brasilien ist die Maisernte zu 24 Prozent abgeschlossen. Nach Berichten brasilianischer Handelshäuser ist auch bereits die zweite Maisaussaat zu knapp der Hälfte im Boden.
In Paris notierte Mais etwas fester und zeigte leichte Stabilisierungstendenzen.

Bull Spreads stützen Sojapreise

 
Sojakomplex: Die Sojabohne profitierte von „Bull Spreads“. Die vorderen Termine wurden gekauft, die späteren Termine dagegen verkauft. Darin drückt sich die knappe internationale Versorgung durch die Verladeprobleme in Brasilien aus. Diese halten das Exportfenster für die US-Sojabohnen länger als erwartet offen. Von einer unbekannten Destination wurden 119.000 t US-Sojabohnen für die laufende Saison geordert. Ein weiterer Abschluss über die gleiche Menge für 2013/14 wurde von China offiziell getätigt. Die zuletzt sehr schwachen Sojaölnotierungen drehten noch ins Plus. Die Wettermeldungen aus Südamerika sind durchwachsen, und bieten keinen Anlass zur Beunruhigung.
 
Raps: Nach kleineren Schwankungen schlossen die Rapsfutures an der Matif mit leichten Kursgewinnen. Die gute Ernteschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes von 5,3 Mio. t für die kommende deutsche Rapsernte hat die Märkte nicht negativ tangiert. Die Kassamärkte zeigen sich noch lustloser als der Futureshandel in Paris. An der Matif blieb das Handelsvolumen erneut unterdurchschnittlich.
In Winnipeg machten die Canola Futures ihre Vortagsverluste mit etwas größeren Notizgewinnen als in Paris wett.
 
Rohöl: Die Brent Crude Ölnotierungen stand noch unter dem Schock des italienischen Wahlausgangs und gaben weiter nach. Bei WTI schlug der Anstieg der wöchentlichen US-Rohölbestände von 1,1 Mio. Barrel zunächst mit schwächeren Notierungen zu Buche. Unerwartet positive Konjunkturdaten aus den USA ließen die Kurse noch ins Plus drehen. (St)
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