Märkte am Morgen: Getreide

Weizenmärkte fangen sich


Weizen: Die Kurse an der Matif beendeten die Schwächeperiode der Vortage und legten wieder etwas zu. Der Mai machte 1,75 €/t gut und schloss mit 172,50 €/t. Auch die neue Ernte legte in ähnlicher Größenordnung zu. Impulse kamen unter anderem von festeren Vorgaben aus Chicago, aber auch von der guten internationalen Weizennachfrage und dem Zuschlag für französischen Weizen beim Weizentender Ägyptens.  
 
Ägypten hat einen Weizenkauf von 415.000 t abgeschlossen, bei dem auch französischer Weizen mit 55.000 t berücksichtigt wurde. Den Löwenanteil steuert allerdings Russland mit 300.000 t bei. Die Ukraine wird 60.000 t liefern. US-Weizen wurde zwar auf fob-Basis am günstigsten offeriert, kam jedoch aufgrund der höheren Frachtkosten nach Nordafrika nicht zum Zuge.  
 
In Chicago brachte Schnäppchenkäufe, technische Einflüsse aufgrund eines überverkauften Marktes und der Kälteeinbruch in den US-Plains die Weizenpreise nach oben. Der Mai legte 5,4 Cent/bushel auf 4,36 US-$/bushel zu. Ersten Schätzungen zufolge könnten 10 bis 15 % des in Chicago notierten Soft-Red Winterweizens von dem Kälteeinbruch und im Schneesturm in den USA betroffen sein. Auch der etwas schwächere Dollarkurs kam dem US-Weizen zugute.
 
Deutschland kann nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes mit einer Getreideernte von 46,4 Mio. t rechnen, die das Vorjahresergebnis um 2,5 % übertreffen würde. Für Weizen geht der Raiffeisenverband in seiner ersten Ernteschätzung von einer deutschen Ernte von 25,1 Mio. t und einem Plus von gut 2 % gegenüber dem Vorjahr aus.
 
Mais: Mit festerem Weizen und technischen Käufen zogen die Maisnotierungen in Chicago erneut leicht an. Die Kursgewinne blieben überschaubar, der März notierte mit 3,63 US-$/bushel. Die gestiegene wöchentliche US-Ethanolproduktion und verbesserte Exportaussichten für den US-Mais aufgrund der zuletzt rückläufigen Maispreise stabilisierten ebenfalls.
 
An der Matif zeigte sich Mais ebenfalls von der freundlicheren Seite. Die alterntigen Termine legten 1,25 €/t zu. Der Juni schloss mit 171,50 €/t. (St) 
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