Märkte am Mittag

Weizenmärkte ohne Impulse


Etwas schwächer zeigt sich der Weizen-Future an der Matif in Paris. Mit 198,50 €/t wird der Frontkontrakt März heute Mittag bewertet, das sind 0,25 €/t weniger als am Vortag. Der Pariser Raps tritt auf der Stelle bei 389 €/t für den Frontmonat Mai. In Chicago dominieren bei Getreide und Ölsaaten die roten Zahlen.

Die anhaltende Exportnachfrage stützt unterdessen auch weiterhin den süddeutschen Getreidemarkt indirekt. Dabei sind die Umsätze mit der heimischen Mühlenwirtschaft gegenwärtig kaum der Rede wert. Die Verarbeiter halten sich nach wie vor bedeckt. Es werden lediglich ganz vereinzelt Kleinmengen im vorderen Bereich geordert. Die weiter gesunkenen Mehlerlöse haben sich offensichtlich negativ auf die Stimmung der Branche ausgewirkt.

Die Landwirte bieten keinesfalls drängend ihre Ware an. Im Schnitt liegen die Erzeugerpreise für B-Weizen bei gut 172 €/t netto, frei Erfassungslager. Relativ gering sind die Prämien für A-Weizen, der mit durchschnittlich 175 €/t abgerechnet wird. Fast die Hälfte der bayerischen Müller erwartet nach einer Umfrage, dass die Weizenkurse an der Matif wieder fallen werden in Richtung 180 €/t. Die Futterweizenmärkte bewegen sich auch in den Veredelungsregionen nur minimal.

Über die kommende Ernte wird zwar vermehrt gesprochen, doch besteht bei den Marktbeteiligten nur wenig Interesse an Kontraktabschlüssen. Die Landwirte sehen keinerlei Impulse für steigende Preise. Die Bestände sind bislang gut über den Winter gekommen und die Prognosen lassen keine strengen Fröste mehr erwarten. (HH)  
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