Märkte am Mittag

Weizenmarkt auf Seitwärtskurs


An der Matif in Paris wagen sich die Weizenpreise heute Mittag wieder in freundlicheres Territorium vor. Der Fronttermin Januar 2014 notiert gegen Mittag mit 206,75 €/t und ist damit 1 €/t fester als am Vortag. Der folgende Januar-Kontrakt wird mit 203 €/t notiert, was einem Plus von 0,75 €/t gegenüber dem Schlusskurs von Dienstag entspricht. Die Rapskurse in Paris streben ebenfalls aufwärts: Der Fronttermin Februar 2014 wird am Mittag mit 368 €/t bewertet, was einem Plus von 2,75 €/t gegenüber dem Vortag entspricht. An der Chicago Board of Trade tendieren die Getreide- und Ölsaaten-Futures ebenfalls freundlich.

Die neuesten USDA-Zahlen haben bislang nur wenig dirkete Auswirkungen auf den süddeutschen Kassamarkt. Die Weizenanlieferungen aus der Landwirtschaft haben zuletzt wegen der attraktiven Erlöse durchaus zugenommen. Dazu tragen auch die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage bei. Das Interesse der Mühlen bleibt indes beschränkt und konzentriert sich auf preiswerte Offerten von B-Weizen für die vorderen Termine. Meist überwiegt bei den Verarbeitern eher eine abwartende Haltung, zumal sich die Differenzen zwischen Geld- und Briefkursen nich leicht überwinden lassen.

Die Erzeugerpreise bewegen sich für B-Weizen in einer Spanne von 175 bis gut 180 €/t netto. A-Weizen wird mit 180 bis 185 €/t abgerechnet. Für E-Weizen, der relativ wenig gehandelt wird, erhalten die Erzeuger zwischen 193 bis 202 €/t. Die Prämien bezeichnen die Erzeuger häufig als enttäuschend. Es werden den italienischen Abnehmern mehr Partien mit 14 bis 14,5 Prozent Protein angeboten.

Futterweizen kann sich in aller Regel gut behaupten. Die Kurse orientieren sich weiterhin an den Preisen für B-Weizen. Nach wie vor werden kaum Partien ohne Fallzahlangaben offeriert. Inzwischen deckten die Mischfutterwerke vor allem nur ihren laufenden Bedarf. (HH)   
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