Märkte am Mittag

Weizenmarkt ohne Impulse

Gestützt werden direkt und indirekt vor allem die Weizenpreise durch den anhaltend regen Export. Dies ist auch dem schwachen Eurokurs geschuldet.

Im Übrigen fehlen dem Markt die Impulse. Die heimischen Mühlen verweisen weiterhin auf eine gute Bevorratung in den vorderen Positionen. Es gibt zwar von dieser Seite immer wieder Anfragen, doch dienen sie vornehmlich der Preisorientierung, heißt es in Handelskreisen. Größere Kaufabschlüsse sind jedenfalls selten. Allerdings wird doch noch einige regionale und überregionale Nachfrage nach den höheren Weizenqualitäten erwartet.  Da sich auch die Erzeuger gegenwärtig mit ihren Anlieferungen häufig zurückhalten, überwiegt eine nahezu ausgeglichene Tendenz. Den Landwirten erscheinen die aktuellen Erlöse offensichtlich noch immer als wenig attraktiv.

In der Tat zeigen sich die Erzeugerpreise meist nur knapp behauptet. Im Schnitt wird E-Weizen mit 190 bis vereinzelt 200 €/t netto, frei Erfassungslager abgerechnet. A-Weizen erzielt 170 bis 175 und B-Weizen 158 bis 162 €/t. Recht gering fallen auch die Umsätze in Futterweizen aus. Selbst preiswertere Partien sind von der Mischfutterindustrie  nur wenig gefragt. Es werden lediglich kleine vordere Bedarfslücken gedeck. Dabei wird Futterweizen im Mittel mit gut 142 €/kg abgerechnet.

In Paris notierte Weizen gegen Mittag durchweg um 50 Cent unter dem Vortag: Für März galten 186,75 €/t. Noch schwächere Tendenzen zeigt Rapssaat heute an der Matif mit Kursabschlägen bis zu 1 €/t gegenüber gestern für den August-Future. Für Mai wurden  356,75 €/t notiert. Hingegen befestigten sich die Maiskurse teilweise um 25 Cent auf 161,25 für Juni. Der März-Future steht weiter bei 153,00 €/100 kg. (HH)
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