Märkte am Mittag

Weizenmarkt tritt auf der Stelle

Dem Geschäft mit Weizen aller Qualitätsstufen fehlt in Bayern noch immer der rechte Schwung. Die relativ reichliche Ernte mit ansprechenden Qualitäten führt zu einem größeren Angebot. Deshalb sehen die Verarbeiter keinen Grund ihre Gebote zu erhöhen.

Den Erzeugern wird aktuell für A-Weizen mit 13 Prozent Protein und 250 Fallzahl in vermarktungsferneren Regionen um 170 €/t netto frei Erfassungsstelle geboten. In der Nähe von Wasserplätzen sind es um 175 /€/t. Die Verarbeiter kaufen begrenzte Mengen zwischen 183 bis 185 €/t franko.

Im Großraum Würzburg ist das Preisbild wegen der sehr guten Ernte mit überwiegend hervorragenden Qualitäten schwächer. B-Weizen mit 11,5 Prozent Eiweiß und einer Fallzahl von 220 notiert zwischen 176 und 180 €/t franko Mühle. Auch hierfür sind die Erlöse in Unter- und Teilen Mittelfrankens schwächer.

Lebhaftere Anfragen soll es mittlerweile für Futterweizen seitens der Mischfutterindustrie geben. Dies ist ein Zeichen der schwächeren Grundfutterversorgung in einigen Veredelungsregionen. Bislang wird aber kaum Futterweizen ohne Fallzahlangaben offeriert. Dies könnte sich allerdings demnächst ändern. Die große Hitze während der vergangenen Wochen hat nämlich die Keimruhe verringert. Dies bedeutet, dass Niederschläge die Keimung anregen. Dabei bilden sich erste Enzyme, die die Stärke abbauen, was niedrigere Fallzahlen zur Folge haben könnte.

Wenig bewegt zeigen sich heute Mittag die Weizenkurse an der Matif. Der Novembertermin für Mahlweizen an der Pariser Börse notiert um 0,50 €/t schwächer als am Vortag bei 182,50 €/t. Raps zum Frontkontrakt November legt um 0,50 €/t zu auf 359,75 €/t. In Chicago liegt der Sojakomplex im grünen Bereich, Weizen und Mais geben leicht nach. (HH)
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