Märkte am Morgen: Getreide

Weizenpreis in Indien steigt


Weizen: Nach den deutlichen Gewinnen vom Montag blieb der Handel in Chicago am Dienstag ruhig. Der Dezember schloss bei einem Plus von 1 Cent bei 4,38 US-$/bushel. Die Matif konnte davon nicht profitieren. Der Dezember gab um 50 Cent auf 161,25 €/t nach. Die Aussaat von Winterweizen hinkt in den USA dem mehrjährigen Durchschnitt etwas hinterher, günstiges Wetter in den kommenden Tagen soll aber dabei helfen, den Rückstand aufzuholen.

Das große Weizenangebot auf dem Weltmarkt sorgt dafür, dass die Preise in Australien fallen, obwohl das Land vor der schlechtesten Ernte seit 10 Jahren steht. Frei Exporthafen in West Australien sind die Preise auf 245 US-$ gesunken, das sind 10 US-$ weniger als vor zwei Wochen und 35 US-$ weniger als vor einem Jahr, als eine Rekordernte eingebracht wurde. Laut einer Reuters-Umfrage könnte Australiens Weizenproduktion im Jahr 2017/18 auf 20,15 Millionen Tonnen sinken, das wäre noch etwas weniger als das USDA im Oktober vorhergesagt hat (21,5 Mio. t). Das Land könnte so 17 bis 18 Mio. t exportieren, was etwas unter den Erwartungen des USDA liegt (18 Mio. t). Bei einem Inlandsverbrauch von 7 bis 8 Mio. t würden sich die australischen Weizenbestände auf gut 3 Mio. t halbieren.

Im Gegensatz zu den australischen Farmern können sich die Weizenproduzenten in Indien über steigende Erlöse freuen. Der staatlich garantierte Preis wird um 6,8 Prozent auf 17.350 Rupien/t (266,60 US-$/t) angehoben. Das Land erwartet laut USDA-Prognose 2017/18 eine Weizenernte von 98,4 Mio. t, das ist deutlich mehr als im Vorjahr mit 87 Mio. t.

Mais: In Chicago ging auch Mais nahezu unverändert aus dem gestrigen Handelstag. Der Dezember notiert bei einem Plus von 0,2 Cent weiter bei 3,51 US-$/bushel. Spätere Termine legen um 1 bis 2 Cent zu. An der Matif gibt der Frontmonat November um 1 € auf 147,75 €/t nach. Bei den späteren Terminen ist keine klare Tendenz zu erkennen. Die Maisernte in den USA ist im mehrjährigen Vergleich nach wie vor recht langsam. Hauptgrund dafür ist, dass die Farmer sich zunächst auf die Ernte der Sojabohnen konzentrieren. Die Bewertung der Maisbestände hat sich kurz vor der Ernte noch einmal leicht verbessert.

Euro/US-Dollar: Der Euro bewegte sich gestern nur wenig und notiert heute Morgen bei 1,1766 US-$. (SB)
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