Märkte am Mittag

Weizenpreise halten sich halbwegs


Markttendenz:

Die steigenden Pegelstände des Rheins könnten das Angebot an Getreide und Raps im Westen kurzfristig erhöhen. Die Preise könnten dadurch etwas unter Druck geraten. 

An den physischen Märkten haben sich die rückläufigen Weizennotierungen an der Matif nur bedingt niedergeschlagen. Das Backweizen-Angebot bleibt überschaubar, aber auch die Nachfrage von Mühlenseite ist nicht drängend. Die Futterweizennachfrage stabilisiert zudem  auch die Brotweizenpreise, zumal sie auf ähnlichem Niveau liegen. Kleinere Weizenkäufe der Mühlen am Niederrhein fanden zuletzt mit 174 bis 175 €/t statt. In Westfalen liegt das Preisniveau zu Ölmühlen auf ähnlichem bis leicht niedrigerem Niveau. Die westfälischen Mühlen halten sich weitgehend bedeckt.
 
Am Terminmarkt können sich die Weizennotierungen heute etwas stabilisieren. Die Abwärtstendenz der Vortage wurde mit leichten Notizgewinnen für den März und den Mai erst einmal beendet. Der Mai notierte an der Börse am späten Mittag mit 166 €/t.
 
Die angespannte Logistik aufgrund des Niedrigwassers am Rhein dürfte sich die nächsten Tage deutlich entspannen. Es deuten sich wieder bessere Verlademöglichkeiten für Schiffspartien an. Der Kauber Pegel soll in der Nacht zum Samstag nach den Hochrechnungen von zurzeit 64 cm auf 273 cm und der Kölner Pegel von 143 cm am Samstag auf 333 cm ansteigen. Die besseren Pegelstände könnten mehr Partien an den Markt kommen lassen, die bisher aufgrund des hohen KWZ nicht verladen werden konnten.
 
Das gleiche gilt auch für den Rapsmarkt, an dem sich für den Niederrhein ebenfalls die Abwicklung von rückständigen Schiffspartien andeuten. Dies könnte zumindest kurzfristig zu Preisdruck und rückläufigen Prämien am Rapsmarkt führen. Der Rapsmarkt war nach dem Auslaufen des Frontmonats Februar an der Matif auf der Suche nach Orientierung. Die Prämien auf die Matif-Notierung haben sich zwar nicht verändert, doch der Preisbruch der vergangenen Tage an der Börse hat die physischen Rapspreise bis zu 20 €/t auf Talfahrt geschickt. Der neue Frontmonat Mai notierte heute am später Mittag mit 406,50 €/t noch einmal 3 €/t schwächer als am Vortag und hat seine wichtige Stützungslinie von 410 €/t aufgeben müssen.
 
Die Futtergetreide-Märkte tendierten stabil bis geringfügig schwächer. Futterweizen wurde frachtfrei Südoldenburg und Westfalen sowie franko Südholland um die 174 €/t bewertet. Das Angebot auf Futterweizen ist ebenfalls nicht reichlich, die Mischfutterindustrie zeigt aber auch nur verhaltenes Kaufinteresse. (St) 
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