Märkte am Mittag

Weizenpreise im Süden stabil

An der Matif setzt Mahlweizen seine Aufwärtsbewegung heute Mittag fort. Der Frontmonat November wird in Paris mit 197,25 €/t bewertet, ein Plus von 1 €/t gegenüber Vortag. Der Rapspreis an der Matif legt ganze 4 €/t zu und wird aktuell mit 372,25 €/t notiert. In Chicago liegt der Maiskurs im grünen Bereich, während Weizen und Sojabohnen rote Zahlen schreiben.

Die tatsächlichen Umsätze im Tagesgeschäft haben von der freundlichen Börsenstimmung bislang aber nur wenig profitiert. Jedenfalls bleibt der physische Markt in Süddeutschland verhalten. Nach Auskunft von Handel und Verarbeitern hat sich an der Verkaufsbereitschaft der Landwirtschaft bislang nur wenig verändert. Auch die Mühlen sowie die Kraftfutterindustrie halten sich mit Neuengagements in diesen Tagen zurück.

Die Erklärung ist einfach: die Landwirte sind mit der Kartoffel- und Maisernte beschäftigt und halten die gebotenen Erzeugerpreise nicht für besonders attraktiv. Für B-Weizen erhalten sie im Durschnitt Bayerns etwa 160 bis 160 €/t netto. A-Weizen wird mit 168 bis 169 €/t frei Erfasser abgerechnet.

Bei den Verarbeitern wiederum beschränkt sich das Geschäft mit Brotgetreide auf sehr kleine Mengen, zumal die meisten Betriebe bis zum Jahresschluss und zum Teil sogar darüber hinaus, gedeckt sind.

Aktuell liefert auch der Export keine wirklich neuen Erkenntnisse. Allerdings wird Weizen aus Deutschland in den kommenden Monaten wohl vermehrt ausgeführt werden. Dies wird sich indirekt auch auf die süddeutschen Märkte auswirken. (HH) 
stats