Marktsensor

Weizenvorräte schmelzen ab

Schlüsseldaten
Die agrarzeitung hat den Marktsensor gemeinsam mit der Kleffmann-Gruppe entwickelt, um unter Landwirten in Deutschland Schlüsseldaten zu Angebot und Nachfrage zu ermitteln. Teilnehmende Landwirte bekommen die Ergebnisse der Umfrage exklusiv zur Verfügung gestellt und bekommen so Einblicke in das Vermarktungsverhalten ihrer Berufskollegen. Machen Sie jetzt bei der neuen Befragung mit!
Der Anteil der befragten Erzeuger, die Winterweizen zur neuen Ernte anbauen, geht leicht zurück. Im deutschlandweiten Durchschnitt gaben 82 Prozent der befragten Landwirte in der Marktsensor-Umfrage Mitte Oktober an, Winterweizen zur Ernte 2014 anzubauen. Für die Ernte 2013 hatten 84 Prozent der Befragungsteilnehmer angegeben, Winterweizen auszusäen. Konstant gegenüber Vorjahr bleibt der Anteil der Erzeuger, die Winterraps anbauen, bei 58 Prozent. Gaben 57 Prozent der Umfrageteilnehmer an, zur Ernte 2013 Wintergerste angebaut zu haben, geht dieser Anteil zur Ernte 2014 auf 53 Prozent zurück.

Der aktuelle Lagerbestand bei Winterweizen beträgt unterdessen im Durchschnitt aller Teilnehmer gut 63 Prozent der Erntemenge. Bei der Marktsensor-Befragung Mitte September hatten die befragten Landwirte noch angegeben, 74 Prozent ihrer Erntemenge auf Lager zu halten. Die Rapsvorräte sind in der Zwischenzeit auf knapp 33 Prozent der geernteten Menge abgeschmolzen. Im Vormonat waren es noch 47 Prozent. Im Silo halten die Befragten aktuell knapp 48 Prozent ihrer Wintergerste aus der Ernte 2013. Der Lagerstand sinkt gegenüber der Vormonatsbefragung nur um 3 Prozentpunkte.

Mit dem Verkauf der Ernte 2014 halten sich Erzeuger aktuell zurück. In der jüngsten Marktsensor-Befragung Mitte Oktober gaben die teilnehmenden Landwirte im bundesweiten Durchschnitt an, erst knapp 8 Prozent ihrer Winterweizenernte 2014 unter Vertrag zu haben. Bei der Marktsensor-Umfrage im Oktober 2012 waren bereits 27 Prozent der neuen Weizenernte vorverkauft. Große Sprünge bleiben auch bei der Vorvermarktung von Wintergerste und Winterraps aus: Aktuell sind den Umfrageteilnehmern zufolge 16,5 Prozent der Rapsernte 2014 vermarktet, bei Gerste sind es knapp 10 Prozent. (pio)
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