Märkte am Morgen: Getreide

Weltweite Getreideernte höher geschätzt

Weizen: Weizen in Chicago legt noch einmal zu. Der Juli gewinnt 15,25 Cents /Bushel und geht mit 4,8125 US-$/Bushel aus der Sitzung. Er ignoriert bearische Argumente und legt in einer Rally von Deckungskäufen erneut zu. Die Regenfälle im Mittleren Westen der USA lösen weiter Bedenken für Qualität und Quantität aus. Der internationale Getreiderat erhöht die globale Weizenproduktion um 5,0 Mio.t auf 722 Mio. t. Die EU-Kommission sieht allein die EU- Weizenproduktion deutlich auf 145,1 Mio. t von bisher 142,6 Mio. t steigen, auch wenn die Erzeugung damit unter der Rekordernte von 2015 mit 151,5 Mio.t liegt. Überdurchschnittliche Erträge erwartet die Kommission aufgrund der guten Aufwuchsbedingungen, trotz kalter und nasser Perioden in einigen Regionen. Gleichzeitig ermäßigt sie die Bestände für Ende 2016/17 auf 18,4 Mio.t im Vergleich zu 18,9 Mio. t vor einem Monat. Damit sehen die Fachleute das Potential für höhere Exporte. Für 2015/16 schätzt die Kommission die Weizenexporte doch auf 30 Mio.t, verglichen mit 29 Mio. t vor einem Monat. Für 2016/17 halten die Fachleute 29 Mio. t anstatt 27 Mio.t für möglich. Russische Analysten erhöhen ihre Schätzung für die komplette Getreideernte in ihrem Land um 1,6 Mio. t auf 107 Mio. t. 

Der US- Weizen hilft dem europäischen Future. Auch in Paris geht Weizen noch einmal mit Gewinnen aus dem Tag. Der September sieht ein Plus von 3,00 €/t auf 167,25 €/t. 

Mais: Mais folgt dem Weizen und legt ebenfalls noch einmal zu. Der Juli legt 3,50 Cents / Bushel auf 4,0825 US $/Bushel zu. Gute Exportzahlen unterstützen. US- Exporte liegen für das laufende Wirtschaftsjahr bei 1,4 Mio. t. Erwartete waren 1,0 bis 1,3 Mio. t. Die Exporte liegen damit bei 95 Prozent der Erwartungen des USDA. 

In Paris zeigt der Mais noch einmal Stärke. Der Juni legt 1,50 €/t auf 170,50 €/t zu. (dg) 
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