Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) rechnet 2014/15 mit einer globalen Weizenerzeugung von 716 Mio. t. Das wären 2 Mio. t oder 0,3 Prozent mehr als das Ergebnis der vorangegangenen Saison, die den bisherigen Rekord markiert hatte. Lange Zeit war niemand davon ausgegangen, dass sich solch eine hohe Ernte zwei Jahre in Folge wiederholen lässt.

Das USDA hat in seiner heute veröffentlichten Schätzung die Erntezahlen im Vergleich zur Juli-Schätzung um 11 Mio. t nach oben gesetzt. Der Zuwachs stammt überwiegend aus Russland (plus 6 Mio. t), China (plus 2 Mio. t), der Ukraine (plus 1 Mio. t) und den USA (plus 1 Mio. t). Die Ernteschätzung für die EU ist mit rund 148 Mio. t Weizen etwa unverändert zum Vormonat.

Gleichzeitig geht das USDA davon aus, dass in dieser Saison wegen der schwächeren Qualitäten mehr Weizen im Futtertrog landet. Der globale Weizenverbrauch könnte auf 707 Mio. t ansteigen. Dann würde die Erzeugung den globalen Bedarf 2014/15 um 10 Mio. t übertreffen. Entsprechend aufbauen würden sich die Endbestände auf 193 Mio. t. (db)
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