Märkte am Mittag

Wenig Abgabebereitschaft für Raps

Die alte Weizenernte wird von Mühlenseite im Westen nicht mehr besprochen. Allenfalls die Mischfutterindustrie signalisiert noch Kaufinteresse für Restpartien an Getreide. Das Angebot aus der alten Ernte ist  und Offerten müssen gesucht werden. Dadurch können sich die Futterweizenpreise für Juni mit 199 bis 200 €/t in den Veredlungsregionen Westfalens und Südoldenburgs gut behaupten. Auch für Futtergerste gibt es noch kurzfristiges Kaufinteresse der Mischfutterindustrie. Die Preisfindung für Gerste nicht schwer, da Offerten fehlen. Die Geldkurse für Gerste lagen in Westfalen bei 178 €/t, die Quotierungen nach Südoldenburg bei 180 €/t.
 
Für europäischen Mais wurden Kurse von unter 185 €/t ab Brake oder umgerechnet 192 €/t frachtfrei Südoldenburg genannt. Ab Hengelo wurde Mais aus Russland und der Ukraine für Juni/Juli mit 187 €/t offeriert.
 
Die neue Weizenernte wird wenig besprochen. In Westfalen herrscht Funkstille. Im Rheinland lockten einzelne Offerten von 182 €/t kleinere B-Weizenpartien an den Markt. Zu Geldkursen von 180 €/t finden sich aber noch kaum Abgeber. „Je früher die Ernte kommt und sie mehr wie eine Erntezeitpunkt herankommen, desto eher werden auch die 180 €/t akzeptiert werden“, vermutet ein Mühleneinkäufer. Bei Roggen tun sich alle Marktbeteiligten schwer. Die Quotierungen ex Ernte liegen bei 165 bis 170 €/t. Abgeber gibt es hierzu keine.
 
Am Terminmarkt notiert Weizen am späten Mittag an der Matif mit positivem Vorzeichen und einem Plus von 1,50 €/t für den November. Positive Vorgaben aus Chicago färbten auf Paris ab. Es bleibt abzuwarten, ob sich bereits eine Stabilisierung andeutet. In den Vortagen drehten zwischenzeitliche positive Ansätze in Paris zum Börsenschluss in den neutralen roten Bereich.
 
Für Raps scheint die Kursentwicklung dagegen stetiger zu sein, denn seit der Vorwoche konnte Raps immerhin 8,50 €/t an der Börse zulegen. Die Kassamarktprämien auf die Matifnotierunge haben sich kaum verändert. Im Westen werden weiterhin für ex Ernte Minusprämien auf die Matifnotierung von 1 €/t auf Neues und von 1,50 bis 2 t €/t auf Hamm genannt. Sporadisch kommen kleinere Mengen aus Landwirtschaft an den Markt, die von der Erfassungsstufe umgehend durchgehandelt werden. (St)
stats