Märkte am Mittag

Wenig Abgeber für die neue Ernte

Die schwachen Weizenpreise blockieren im Westen die Ansätze für neuerntiges Geschäft. Im Rheinland halten sich die Mühlen auf den Termin September/Dezember zurück. Allenfalls ex Ernte gibt es etwas Kaufinteresse. Geldkurse von Mühlenseite von 180 €/t oder 10 €/t unter der Matif-Novembernotierung stoßen bei den Abgebern auf taube Ohren. Allerdings ließe sich mit einer Minusprämie von 5 bis 6 €/t auf Matif November etwas machen, war zu hören.
 
Für die alte Ernte haben die Mühlen die Bücher schon so gut wie zu. Da keine  neue Mehlgeschäfte für die alte Ernte mehr in Aussicht stehen, lassen sich selbst Fuhrenpartien kaum noch am Markt unterbringen.
 
Am Terminmarkt gaben die Weizennotierungen weiter nach. Schwache Vorgaben aus Chicago drücken an der Matif die Kurse für November im späten Mittags-Handel 1,50 €/t auf 190 €/t runter. Zeitweise bewegten sich die Börsenkurse auch unterhalb der 100er Linie.
 
Die Futtergetreidemärkte blieben ebenfalls unterentwickelt. Vereinzelt gibt es im Südoldenburg Raum noch kleines Kaufinteresse für die alte Ernte. Die Briefkurse den Veredlungsgebieten lagen zwischen 196-198 €/t für Juni. Geldkurse waren schwierig zu ermitteln, es gab nur Quotierungen. Sie lagen um die 194 €/t für Lieferung im Juli/Anfang Juli. Futtergerste für die alte Ernte suchte ebenfalls Käufer. Die Briefkurse lagen in der nordwestdeutschen Veredlungsregion zwischen 176 bis 177 €/t. Die neue Gerstenernte wird kaum besprochen. Vereinzelte Geldkursen der Getreidekäufe lagen zwar nicht allzu weit darunter, doch die letzten 1,00 bis 2,00 €/t Differenz lässt sich nur schwer überbrücken.
 
Auch der Kassamarkt für Raps hat sich zum Wochenanfang noch nicht richtig entwickelt. Für die alte Ernte gibt es noch sporadisches Kaufinteresse für Eindeckungen. Hierfür wurden im Westen weiterhin Prämien von 32 €/t auf die Matif-Augustnotierung quotiert. Für die neue Ernte gaben die Notierungen an der Matif nach. Der August verlor bis zum späten Mittag 2,25 €/t und der November sogar noch einen Euro mehr. (St) 
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