Märkte am Morgen: Getreide

Wenig Bewegung an der Matif

Weizen: Der Feiertag in den USA und fehlende Vorgaben aus Chicago ließen an der Matif nur einen ruhigen Weizenhandel zu. Die Aktivitäten waren unterdurchschnittlich, die Kurse haben sich kaum bewegt. Der März notierte in Paris mit 169,50 €/t und geringfügig unter dem Wochenschluss. Neue Impulse für den europäischen Markt könnten möglicherweise durch den Frosteinbruch mit Dauerfrost und zweistelligen Minusgraden in weiten Teilen Europas kommen. Vielerorts sind die Weizenbestände allerdings durch eine Schneedecke geschützt. Am Hamburger Markt haben sich die Prämien für Weizen Basis 12 % Protein mit 3,5 bis 4,50 €/t Basis Matif-März etwas ermäßigt.
 
An der elektronischen Chicagoer Börse notiert Weizen heute Morgen gut behauptet. In der vergangenen Berichtswoche bauten die Fonds ihre netto-Shortpositionen in Chicago und an der Weizenbörse in Kansas um fast 31.000 Kontrakte ab.
 
In Russland haben sich die Weizenpreise am Schwarzen Meer im neuen Jahr auf 182 bis 183 US-$/t erhöht. In diesem Wirtschaftsjahr exportierte Russland bisher 20,8 Mio. t Getreide, darunter 16,3 Mio. t Weizen.
 
Indien importiert in dieser Saison bisher 2,7 Mio. t Weizen. Lieferländer waren die Ukraine und Australien,  aber auch Frankreich. Bis Ende Februar werden weitere Weizenimporte von 1,2 Mio. t erwartet.  
 
Mais: Die Maiskurse an der Matif schlossen neutral. Der März notierte unverändert mit 167,50 €/t. Von der Chicagoer Börse kommen heute Morgen leicht freundlichere Tendenzen für Mais.
 
China rechnet nach Einschätzung der staatlichen Denkfabrik CNGOIC mit einem Importbedarf von 2 Mio. t Mais. Die Importe würden danach 37 % kleiner als im Vorjahr ausfallen. Das USDA geht in seinem jüngsten Report noch von einem Importbedarf von 3 Mio. t für China aus. (St)
 
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