Märkte am Mittag

Wenig Bewegung beim Weizen

Markttendenz
Wegen der schwachen Ernte in Frankreich hofft der Handel auf bessere Absatzmöglichkeiten beim Brotweizen. Aktuell gibt es kaum eine nennenswerte Nachfrage an den Märkten.
Die Rapskurse haben noch Potential hin zu festeren Notierungen. Größere Angebote an Rapssaat bleiben derzeit am Markt Mangelware.
An der Matif notiert Weizen für den Dezember-Termin bei 161,50 €/t mit einem leichten Minus von 0,25 €/t.  Die Getreidepreise bewegen sich kaum. Die Hamburger Preise bewegen sich weiterhin kaum, nach Einschätzung von Marktteilnehmern bleiben die Preise eng an die Matif gebunden. Diese müssen erst einmal deutlichere Impulse geben, um auch die Kassamarktpreise nach oben zu ziehen.

In den USA verbreitet sich die Meinung, dass die Maiserträge doch nicht so hoch ausfallen könnten, wie vom USDA prognostiziert. In Australien gibt es die Befürchtung, dass durch das zu nasse Wetter die Qualität beim Weizen leidet.

Der Hamburger Exportmarkt kommt weiterhin nicht in Schwung. Deutscher Weizen ist zwar mit einer Lieferung von 120.000 t B-Weizen nach Algerien für Frankreich eingesprungen. Die weitere Nachfrage fehlt. Die nordafrikanischen Staaten kaufen jetzt größere Mengen in den USA, so dass die europäischen Herkünfte weniger gefragt sind.

Für den Futterweizen im Südoldenburger Raum ist eine deutlich belebtere Nachfrage bei Preisen von 166 €/t franko für die Oktober bis Dezember 2016 Lieferung zu spüren als für Exportware.

Bei der Rapssaat notiert der Monat November 2016 bei 375,50 €/t gegenüber gestern mit einem Minus von 1,0 €/t. Die Notierungen für die Rapssaat konnten sich in den zurückliegenden Tagen nicht erhöhen. Die Preise haben mit 377 €/t angeliefert bei den Ölmühlen bzw. 365 €/t ab Hof noch nicht zu einer höheren Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft geführt.

Die steigenden Preise für das Palmöl sorgen für etwas Unterstützung der Rapsnotierungen in Paris. Die Erzeuger zeigen derzeit kein Interesse am Verkauf ihres eingelagerten Rapses. Sie sehen bei der Rapssaat ein größeres Potenzial für Preissteigerungen als beim Getreide. Wenn etwas aus Liquiditätsgründen vermarktet werden muss, dann wird vornehmlich das Getreide verkauft. Die Ölmühlen in Salzgitter und Wittenberg zahlen derzeit 9,00 €/t Prämie über Matif Nov, weil Sie wenig Raps kaufen können. In Hamburg und Rostock sieht es beim Einkauf etwas besser aus, dort werden nur 3,00 €/t bezahlt. (Ps)
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