Die aktuellen kurzfristigen Kursbewegungen an den internationalen Terminbörsen finden nur wenig Beachtung im geringen Tagesgeschäft. Auch haben bessere Exportzahlen aus der EU keine nennenswerten Auswirkungen. Vielmehr haben die Notierungen für Weizen aller Qualitätsstufen im Vergleich zur Vorwoche am Kassamarkt abermals nachgegeben. Das Kaufinteresse der Verarbeiter bleibt unterentwickelt. Nur bei sehr günstigen Offerten decken die Mühlen ihren laufenden Bedarf. Offensichtlich erwarten die Verarbeiter noch weitere Notizverluste. Dafür sprechen die reichlichen Mengen an unverkauftem Weizen bei den Landwirten aber auch beim Handel.

Trotz der schwachen Grundtendenz bei Weizen hat sich die Abgabebereitschaft der Landwirte zuletzt wieder verbessert. Das Angebot ist zwar insgesamt nicht drängend, aber doch insgesamt sehr gut ausreichend. Mittlerweile werden vermehrt höhere Qualitäten angeboten. Dadurch reduzieren sich die Prämien weiter. Im Schnitt erhalten die Landwirte für E-Weizen noch 171 €/t netto, frei Erfassungshandel. Das Geschäftsvolumen ist allerdings sehr verhalten. A-Weizen wird zwischen 150 bis vereinzelt 160 €/t abgerechnet. Für B-Weizen wird den Erzeugern 143 bis 149 €/t geboten. Die Preise für Futterweizen können sich der allgemeinen Entwicklung des Getreidemarktes nicht entziehen. Auch bleiben die Mischfutterhersteller sehr zurückhaltende Käufer. Für Futterweizen bietet der Erfassungshandel im Mittel knapp 144 €/t.

Markttendenz: Der Abwärtstrend an den hiesigen Getreidemärkten hält bei ruhiger Marktlage weiter an, prognostizieren Marktbeobachter.

stats