Märkte am Morgen: Getreide

Wenig Reaktionen auf USDA

Weizen: An der Matif schlossen die Weizennotierungen am Vortag etwas freundlicher. Der Dezember legte geringfügig auf 175,25 €/t zu. Nach dem Auslaufen des Mai-Kontraktes scheinen sich die neuerntigen Weizennotierungen in Paris zu stabilisieren. Die Aktivitäten an der Börse waren in Erwartung der neuen USDA-Zahlen allerdings  unterdurchschnittlich. Größere Reaktionen blieben nach der Veröffentlichung aus, die Märkte müssen anscheinend erst einmal das neue Zahlenwerk verarbeiten.
 
Für die EU zeichnet das USDA einen recht positiven Ausblick für die kommende Gesamt-Weizenernte. Die Schätzung von gut 150 Mio. t liegt zwar mehr als 6 Mio. t unter dem Vorjahreswert, doch höher als die jüngsten Prognosen des IGC mit etwas über 148 Mio. t und von ADM Germany mit knapp 147 Mio. t.
 
Der neue Report lässt sich für den Weizenmarkt bärisch beurteilen, denn das USDA hob die globalen Weizenbestände zum Ende der diesjährigen Kampagne um 3,3 Mio. t auf 201 Mio. t an. Für die neue Kampagne erwartet es weltweit einen zusätzlichen Bestandsaufbau von 3,3 Mio. t. An der Chicagoer Börse war die Reaktion verhalten, denn mithilfe von Shortabdeckungen konnten sich die Weizennotierungen noch knapp behaupten.
 
Mais: Die neue Maischätzung des USDA lag außerhalb der Erwartungen und lässt eine gute Maisversorgung für den Rest der Kampagne erwarten. Die US-Maisendbestände wurden um 600.000 t auf 47 Mio. t angehoben, die globalen Maisbestände werden mit 192,5 Mio. t zum Ende der Kampagne sogar 4 Mio. t höher ausfallen, als noch vor einem Monat geschätzt.
 
Die Prognose für die kommende US-Maisernte mit 346 Mio. t lässt ebenfalls keine Versorgungsprobleme erwarten, denn zum Ende der kommenden Saison rechnet das USDA wiederum mit komfortable US-Maiendbeständen von 44,4 Mio. t. Die weltweiten Endbestände werden sich nach Schätzung der amerikanischen Analysten mit 192 Mio. t in 2015/16 nur unwesentlich verändern.
 
In Chicago verhalfen kleinere Shortabdeckungen dem Mais zu minimalen Notizgewinnen. In Paris setzte sich die Korrektur der alterntigen Maiskurse wieder fort. Der Juni gab 1,25 €/t nach und schloss bei 155 €/t. (St)
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