Sommergerste

Weniger Brauqualitäten als im Vorjahr

Mit einem durchschnittlichen Ertrag von 5,42 t/ha liegt der Ertrag insbesondere im Osten der Mitte und im Süden Deutschlands über den Erwartungen und leicht über dem Niveau des Vorjahres von 5,39 t/ha in Deutschland gesamt. Der geringe Mehrertrag zum Vorjahr kann die geringere Anbaufläche jedoch nicht ausgleichen. Die Braugerstengemeinschaft e.V., München rechnet mit einer Sommergerstenernte von etwa 1,7 Mio. t. Im Vorjahr wurden 1,8 Mio.t eingefahren. Die Witterungsbedingungen haben eine gute Stickstoffmobilisierung im Boden erbracht und somit eine hohe Stickstoffverfügbarkeit in der Pflanze ermöglicht. Der durchschnittliche Eiweißgehalt liegt trotz des hohen Ertrags mit 10,2 % leicht unter dem Vorjahr von 10,6 Prozent.

In nahezu allen Anbaugebieten bleibt die Sortierung mit einem Vollgerstenanteil von durchschnittlich 84,6 Prozent unter den Erwartungen und unter dem Vorjahresergebnis von 92,1 Prozent. Die Ernte wurde durch Regenfälle und wechselhafte Witterung immer wieder unterbrochen. In Spätdruschgebieten war die Ernte erst ab der zweiten Augustwoche bei stabiler Hochdruckwetterlage und hochsommerlichen Temperaturen möglich.

Branchenexperten rechnen mit einer Braugerstenablieferungsmenge von etwa 1,2 Mio. t. Im Vorjahr waren es 1,3 Mio. t. Die Selektionsquote könnte jedoch mit Beginn der Verarbeitung und weiterer Erkenntnisse über die phytosanitäre Gesundheit sowie die Gushingneigung einzelner Partien noch verringert werden. (dg)
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