Märkte am Mittag

Weniger Körnermais erwartet


Nach Zuckerrüben und Sommerungen beginnt auch in diesen Tagen die Maisaussaat, ebenfalls sehr viel früher als in den Vorjahren. In Süddeutschland berichten Marktteilnehmer, dass die Anbaufläche geringer als 2013 ausfallen dürfte.

Die Fläche ist begrenzt, da beispielsweise mehr Winterweizen aber auch Sommergerste ausgesät wurde. Aber auch die enttäuschenden Preise für Körnermais dürften dazu beigetragen haben, dass Landwirte weniger auf Mais setzen. Trotz der schwachen Ernte 2013 hat sich der Maismarkt nie richtig entwickeln können.

Aktuell versorgen sich Mischfutterwerke aus einem Mix von heimischem und osteuropäischem Mais. Auf Grund der leichten Preisschwäche bei Weizen ist Mais erneut wieder in den Hintergrund getreten. Inländischer Mais wird in Südoldenburg heute mit 204 bis 205 €/t bewertet. Vor Kurzem wurden noch 10 €/t mehr aufgerufen. Dagegen notiert Mais aus Osteuropa unterhalb von 200 €/t.

Händler hoffen nun noch auf Anschlussbedarf nach inländischem Mais ab Mai von Seiten der Verarbeitungsindustrie. Am Hamburger Markt wird darauf hingewiesen, dass das alterntige Angebot von Mais aus der Ukraine langsam ausläuft. Deshalb dürften auch die vom Europaparlament beschlossenen Zollerleichterungen für Agrarerzeugnisse aus der Ukraine sich aktuell nicht mehr auf den hiesigen Markt auswirken. Allerdings denken Importeure verstärkt über Vereinbarungen zur Lieferung der neuen Ernte von Getreide und Mais nach. 

Zum Wochenschluss bleibt Weizen an der Warenterminbörse in Paris im Minus. Um 0,75 auf glatt 206 €/t geht der Maikontrakt in die Mittagspause, der Novembertermin gibt um 1,25 auf 197,50 €/t nach. 

Dagegen kann Raps wieder aufholen und verbessert sich für den Monat Mai um 0,75 auf 411,75 €/t. Der Erntemonat August notiert unverändert zum Vortag bei 372,00 €/t. (da)



  
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