Die Getreideernte 2015 wird in Österreich kleiner ausfallen als im Vorjahr, aber noch immer deutlich über dem Durchschnitt liegen. Die Landwirtschafskammern des Landes rechnen bei optimalen Witterungsbedingungen bis zum Drusch insgesamt mit 3,2 Mio. t Getreide, berichtet das AIZ. Damit würde man leicht unter dem Vorjahresergebnis liegen (3,36 Mio. t), aber über dem fünfjährigen Schnitt (2,96 Mio. t). Fest stehe, dass es wegen einer verringerte Anbaufläche weniger Raps (-25%) geben wird. Auch die Flächenverschiebungen weg vom Mais, hauptsächlich zugunsten von Getreide (+5%), seien unübersehbar. Ursachen dafür seien der zunehmende Schädlingsdruck als Folge der Einschränkungen beim Pflanzenschutz.

Trockenheit sorgt für Verunsicherung

Regional sind die Ertragsausssichten unterschiedlich. Positiv sind die Prognosen für Niederösterreich, auch wenn im Getreide gelbrost Probleme bereite. Entscheidend seien un die kommenden Wochen, in denen der Weizen das Korn ausbildet. Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat im Burgenland die Bestände belastet. Im März und April lagen die Niederschlagsmengen um mehr als 40 Prozent unter dem Durchschnitt. Für die frühreifen Winterkulturen, wie Wintergerste und Winterraps, dürfte es noch rechtzeitig geregnet haben. Hier rechnet die Kammer mit guten Durchschnittserträgen. Bei Winterweizen, Sommergerste und Hartweizen hänge vieles von den kommenden Wochen ab, wobei die Hitze in der zweiten Juniwoche allen Kulturen stark zugesetzt habe. Besonders auf leichten Standorten sei mit unterduchschnittlichen Erträgen zu rechnen. (az)
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