Märkte am Morgen: Ölsaaten

Wettermarkt festigt Sojakurse

Sojakomplex: In Chicago wurden zum Wochenschluss neue Risikoprämien für Sojabohnen eingepreist. Der November legt 20 Cent/bushel zu und notierte bei 9,63 US-$/bushel. Verschiedene Wettermodelle prognostizieren für den westlichen Teil des Maisgürtels für die nächsten 14 Tage sehr warme Temperaturen. Die Prognosen der Meteorologen für den August mit seiner kritischen Phase der Schotenfüllung sind allerdings widersprüchlich. Sojaschrot kann sich bis zu 6,5 US-$/short ton befestigen.
 
Auch die Aussicht auf eine kleinere Schätzung der US-Sojabohnenernte stüzte die Bohne. Nach einer Umfrage von Bloomberg liegen die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten für die US-Sojabohnenernte von 101,8 Mio. t. Die Endbestände könnten der Umfrage zufolge in der kommenden Saison auf knapp 8,8 Mio. t fallen. Das USDA hatte sie zuletzt auf 11,6 Mio. t taxiert.
 
Raps: An der Matif setzte sich die freundlichere und festere Tendenz für Raps fort. Die Kursgewinne blieben mit einem Plus von bis zu 1,25 €/t allerdings überschaubar. Der November notierte bei 184,0 €/t.
 
In Winnipeg war der Einfluss des Sojakomplexes stärker zu spüren. Die Canola-Notierungen legten bis zu 5,90 Can-$/t zu. Die beiden vorderen Termine halten sich komfortabel oberhalb der 500-Dollarlinie.
 
Rohöl: Die Tendenz bleibt schwach. Brent Crudöl verliert 0,91 US-$/Barrel und schließt bei 48,61 US-$/Barrel. WTI gibt ebenfalls nach. Seit Anfang Juli haben die Rohölnotierungen rund 20 Prozent eingebüßt. In den USA deutet sich kurzfristig noch kein Ende der Überschussproduktion ab. Nachdem Report von Baker Hughes haben sich die Bohrungen in den USA wieder um sechs Bohrlöcher erhöht. Obwohl die Zahl der Bohrlöcher seit Oktober 2014 um 58 Prozent zurückgegangen ist, produzieren die verbliebenen US-Förderstätten mehr als je zuvor. (St)
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