Märkte am Morgen: Getreide

Wettermarkt mit anderen Vorzeichen


Weizen: Die Weizenterminmärkte in Europa werden weiter von den Vorgaben aus Übersee gesteuert, auch wenn die Umsetzung nicht eins zu eins erfolgt. Mit schwachen Chicagoer Vorzeichen gaben die Matif-Notierungen nach. Für die neue Kampagne fiel der Preisabschlag mit bis zu 3 €/t doppelt so hoch aus, wie für die alte Ernte. Das Chartbild hat eine Delle bekommen und Pariser Weizenkurse sind auf den Stand von etwa vier Wochen zurückgefallen.
 
In den USA bestimmt ein Wettermarkt mit umgekehrten Vorzeichen die Weizennotierungen. In Kansas, Texas und Oklahoma sind weitere Regenfälle in Aussicht. Die Befürchtungen über Trockenschäden zerstreuen sich zunehmend. Die Anleger realisieren Gewinne und lassen die Kurse knapp 6 US-$/t niedriger als am Vortag schließen. Der US-Weizen zeigt derzeit eine schärfere Abwärtskorrektur als der europäische Weizen. Seit gut einer Woche geht es stramm abwärts.  
 
Mais: Auch Mais stand in Chicago im Zeichen von Gewinnmitnahmen. Hinzu kamen technische schwächerer Einflüsse aufgrund überkaufter Futures. Die Kurse gaben bis zu 4,60 US-$/t nach.
 
In der Ukraine lassen die Getreideexporte keinerlei Anzeichen von Krisensituationen erkennen. Im März hat die Ukraine knapp 3 Mio. t Getreide für den Export verladen, im Februar waren es gut 2,8 Mio. t.
 
An der Matif fällt Mais mit schwachen Vorgaben vom Weizenmarkt und aus Chicago 2,25 €/t ab. Der Juni schließt knapp unter 185 €/t. (St)
stats