Südamerika

Wetterpech für Sojabohne

In Argentinien hat es in der letzten Augustwoche heftig geregnet. Zu nass ist es auf 22 Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche, berichten die Analysten von Oil World in Hamburg. Von dieser Fläche würden 40 Prozent für den Ackerbau genutzt. Am schwersten betroffen seien die Provinzen Buenos Aires, La Pampa, Cordoba und Santa Fe.

Es gebe bereits Bedenken, dass einige Flächen nicht mehr passend für die Aussaat trocknen werden, so die Analysten weiter. Das dürfte sich in Buenos Aires bei Sojabohnen, Mais und Sonnenblumensaat besonders bemerkbar machen. Die Sojabohnenaussaat könnte auf ein Sechsjahrestief von 18,5 bis 18,9 Mio. ha zurückfallen, nach 19,2 Mio. ha 2016 und 20,3 Mio. ha im Jahr zuvor.

Neue Rekordmarke in Brasilien

In Brasilien hingegen ist es zu trocken. Betroffen sind hier laut Oil World die Provinzen Mato Grosso, Goias, Minas Gerais und Sao Paulo. Hierdurch könnte sich die Aussaat teilweise verzögern.

Allerdings wird hier Mais der Hauptleidtragende sein: Farmer könnten umplanen und auf einigen Flächen Sojabohnen statt Mais aussäen. Die Gesamtaussaat von Sojabohnen in Brasilien könnte aktuellen Schätzungen zufolge auf den neuen Höchstwert 34,6 Mio. ha klettern nach 33,9 Mio. ha im Vorjahr. (pio)
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