Märkte am Morgen: Getreide

Widerstand scheitert an hoher Produktion

Weizen: An diesem Montag endet der September-Kontrakt für Weizen an der Pariser Euronext. Dann rückt der viel mehr beachtete Dezember-Weizen in den Vordergrund. Zum Schlusstag präsentiert sich der September-Kontrakt in schwacher Position bei 150,00 €/t. Auch der Dezember muss mit 159,50 €/t noch aufholen. An der Matif reißen die Meldungen weiterer Höhenflüge der russischen Ernte nicht ab. EU-Exporte haben aufgrund des starken Eurokurses weiter das Nachsehen. Das russische Beratungsunternehmen SovEcon hebt seine Prognose für die russische Weizenernte um weitere 2,2 auf 81,1 Mio. t an. Damit knüpft diese Schätzung an die unzähligen zuvor an, die auf vorherige immer noch eins draufsetzen.

Doch zunächst dürften alle Börsenteilnehmer auf die Veröffentlichung des Wasde-Reports des US-Landwirtschaftsministeriums am morgigen Dienstag warten. Es gilt als unwahrscheinlich, dass es bei den großen globalen Weizenernten zu Überraschungen kommen könnte. Die Stimmung bleibt gedrückt. Insgesamt bieten die hohen Getreidebestände Widerstand gegen alle Preis-Rallys.

An der CBoT geben die Wettermärkte den Ton an. Die Regenfälle, die die drei Hurrikans Irma, Katie und Jose mitbringen, verunsichern Marktteilnehmer. Niemand kann das Ausmaß der Tropenstürme bisher genau für die US-Landwirtschaft abschätzen. Der in einer Woche auslaufende September-Kontrakt für Weizen an der CBoT legt leicht auf 4,13 US-$/bushel zu. Der meist gehandelte Dezember-Kurs schließt bei 4,37 US-$/bushel.

Mais: Allenfalls bei der globalen Maisproduktion könnte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) eine leichte Korrektur nach unten vornehmen. Am Dienstagabend wissen wir mehr. agrarzeitung.de liefert kurz nach der Veröffentlichung des Wasde-Berichts erste Informationen und Analysen. In Chicago ist Mais auf der Überholspur und verbessert sich um 2,50 Cent auf 3,44 US-$/bushel.

Euro/Dollar: Der Euro geht am Freitag mit 1,2013 US-$ in das Wochenende. (da)
stats