Weltmarkt

Zuckerangebot steuert Rekord an


Die fünf größten Zuckererzeugungsländer – Brasilien, Indien, die EU, Thailand und China – werden im kommenden Jahr die Produktion hochfahren. Zusammen sorgen sie für einen Anstieg der globalen Zuckererzeugung um zusammen 9 Mio. t auf fast 180 Mio. t in der Vermarktungssaison 2017/18. Nach dieser ersten Prognose des amerikanische Landwirtschaftsministeriums (USDA) übersteigt die Erzeugung den Verbrauch nach zwei Defizitjahren deutlich (siehe Grafik).

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Für die EU schätzt das USDA 2017/18 einen Anstieg der Erzeugung im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 18,6 Mio. t Zucker. Das Ergebnis wäre höher als der bisherige Rekordwert von 18,4 Mio. t in der Saison 2014/15. Damit würde die EU rein rechnerisch in der kommenden Saison fast zum Selbstversorger mit Zucker. Das USDA schätzt deswegen, dass die EU ihre Zuckerimporte 2017/18 deutlich auf 2,0 Mio. t (Vorjahr 3,1 Mio. t) zurückfahren wird und im Gegenzug die Exporte auf 2,2 Mio. t (Vorjahr 1,5 Mio. t) ausbaut.

Rein statistisch sind die Zuckermärkte in der kommenden Saison gut versorgt. Das USDA rechnet aber dennoch nicht mit einem Aufbau der globalen Vorräte. Das Ministerium begründet diese Einschätzung mit einem Bestandsabbau in China und Mexiko sowie lebhaften Exporten. Höhere Importe erwartet das USDA in Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens sowie in einigen afrikanischen Staaten südlich der Sahara.  (db)
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