Schneefälle wie hier in Sachsen lassen die Landwirte um das Auflaufen von Braugerste und Zuckerrüben bangen.
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Schneefälle wie hier in Sachsen lassen die Landwirte um das Auflaufen von Braugerste und Zuckerrüben bangen.

In weiten Teilen Deutschlands hält der Winter Einzug. Viele Felder in Süddeutschland, Sachsen und Sachen-Anhalt sind schneebedeckt. Mit diesem Wetterwechsel hatte kaum jemand gerechnet. Vor allem weil gerade in Ostdeutschland viele Betriebe die Aussaat von Zuckerrüben und Braugerste bereits abgeschlossen haben. Nachtfröste sind für die kommenden Tage angekündigt. Für ein gleichmäßiges Auflaufen der Sommergerste-Aussaat wären jetzt wärmere Temperaturen notwendig. Der Auflauf von Zuckerrüben ist gefährdet. Die Maisaussaat verzögert sich. Dafür konnte das Niederschlagsdefizit durch die ergiebigen Regen- und Schneefälle beseitigt werden.

Noch kurz vor Ostern gibt die Braugersten-Gemeinschaft e.V. einen ersten Eindruck über den Saatenstand von Sommergerste. Die Angaben berufen sich auf Expertenschätzungen, die sich auf den Saatguteinsatz und Vor-Ort-Erhebungen stützen. Freundliche Märztage ließen die Oberböden schnell abtrocknen, so dass, unter optimalen Sommergerste ausgesät werden konnte. Die Landesbraugerstenverbände prognostizieren eine Sommergerstenanbaufläche in Höhe von 347.000 ha in diesem Jahr. Dies würde der Vorjahresfläche entsprechen. Gute Marktchancen für Braugerste im Vergleich zu anderen Marktfrüchten geben dem Braugerstenanbau positive Impulse, so dass eher mit einem leichten Flächenplus gerechnet wird.

Das Sortenspektrum wird von den im Berliner Programm zur Verarbeitung empfohlenen Sorten Grace, Propino, Catamaran und Quench dominiert. Die neue, zur Verarbeitung empfohlene Sorte Avalon hat insbesondere in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz bereits im Anbaujahr 2015 zunehmende Bedeutung, so die Braugerstengemeinschaft.

Aussaat im Rheinland hinkt hinterher

Witterungsbedingt macht die Rübensaat zunächst einmal Pause. Und dies vor dem Hintergrund regional unterschiedlicher Saatstände. Während in Niedersachsen bereits knapp 70 Prozent der Rüben gesät sind, sind es in Sachsen-Anhalt und Brandenburg 60 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern 40 Prozent, in Schleswig-Holstein 25 Prozent (auf ausschließlich leichten Standorten) und im Rheinland gerade einmal 8 Prozent, teilt der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe mit. (da)
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