Wintergetreide

Zum Teil erhebliche Frostschäden


Im Nordosten der Ukraine und im Süden Russlands treten „offenbar erhebliche Auswinterungsschäden“ auf. Das meldet der EU-Prognosedienst MARS in seinem jüngsten Bericht. In den ersten zwei Januarwochen habe eine Kaltfront die östliche Hälfte Europas durchzogen. Im Osten der Ukraine und im Süden Russlands, einem wichtigen Gebiet für den Weizenexport, seien die Temperaturen auf minus 25 bis minus 30 Grad Celsius gefallen.

In diesem Zeitraum sei es auch in Polen, Ungarn und nördlichen Teilen des Balkans sehr kalt geworden. Doch die Temperaturen hätten minus 15 Grad nicht unterschritten, sodass die Wintergetreidebestände ohne ernsthafte Frostschäden davongekommen seien.

Weiterhin haben die Wintersaaten in Westeuropa, dem Mittelmeerraum und den östlichen Schwarzmeergebieten laut dem MARS-Bericht nur eine schwache Winterhärte entwickelt. Denn in den Regionen sei der Winter bislang milde verlaufen. Das bedeutet auch, dass die Pflanzen nicht vollständig gegen kalte Temperaturen gerüstet sind. (pio)
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