Märkte am Mittag

Zurückhaltung überwiegt


Markttendenz
Die Ernte könnte sich hinziehen und immer wieder von Regen unterbrochen werden. Landwirte wollen so viel wie möglich einlagern. (da)
Die landwirtschaftlichen Betriebe machen sich für die Ernte startklar. In den Frühdruschgebieten kommt die erste Gerste an die Erfassungsstellen. Noch bleibt die Lage unübersichtlich, ob Fusarariumbefall zu Qualitätsproblemen führen wird, vor allem in Regionen, wo es sehr viel geregnet hat. Qualitätsweizen dürfte in diesem Jahr zu einem gefragten Artikel werden. An den Seehäfen werden bereits Prämien für A-Weizen in Höhe von 8,00 bis 9,00 €/t besprochen. Basis ist der Dezember-Kontrakt an der Matif, der heute mittag um 0,25 auf 166,75 €/t zulegen kann. Der September-Termin für Weizen hingegen steht unverändert gegenüber Montag bei 161 €/t. In Mitteldeutschland werden rund 140 €/t ab Station den Erzeugern geboten. Für die Gerste sind bis zu 124 €/t drin.

Getreidehändler können derzeit wenig ausrichten, um Landwirte davon zu überzeugen, Ware beispielsweise zum Dezembertermin bereits heute zu verkaufen. Die Unsicherheit über den Ernteverlauf überwiegt. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sich die Lage in Frankreich zuspitzt und Deutschland schon früh in den Export von Weizen einsteigen könnte. In Frankreich haben häufige Starkregenereignisse in Getreide großen Schaden angerichtet.

Raps geht unbeirrt seinen Weg. An der Matif heute in Paris legt der Erntemonat August um 0,75 €/t auf 358,00 €/t zu. Die meisten Ölmühlen haben sich wegen Reperaturarbeiten aus dem aktuellen Handel zurückgezogen. (da)
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