Anbauflächen Frankreich

Landwirte säen Raps statt Weizen

Frankreichs Maisfläche könnte 2022 kleiner werden.
Foto: Arvalis
Frankreichs Maisfläche könnte 2022 kleiner werden.
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Französische Landwirte haben zur Herbstbestellung die Fruchtfolge verändert. Auch für die bevorstehende Maisaussaat gibt es eine erste Prognose.

In ihrer zweiten Schätzung zur Herbstbestellung hat die Statistikabteilung des Pariser Agrarministeriums (Agreste) in dieser Woche die Rapsfläche nach oben gesetzt. Sie könnte zur Ernte 2022 rund 1,16 Mio. ha und damit 18 Prozent mehr als vor einem Jahr umfassen. Nach wie vor unterdurchschnittlich ist sie allerdings im mehrjährigen Vergleich. Zum Durchschnitt der Erntejahre 2017 bis 2021 fehlen 6,9 Prozent.

Die Ausdehnung der Rapsfläche im Vergleich zum Vorjahr geht auf Kosten des Wintergetreideanbaus. Vor allem die Weichweizen hat deutlicher um 4,3 Prozent verloren auf rund 4,75 Mio. ha zur Ernte 2022. Dagegen ist der Wintergerstenanbau im Vergleich zum Vorjahr nach der Agreste-Schätzung um 4,6 Prozent auf 1,25 Mio. ha angewachsen.

Weniger Mais, Körnererbsen und Kartoffeln

Befragt nach ihren Anbauabsichten für die Frühjahrsbestellung wollen französische Landwirte bei keiner Kultur ausdehnen, berichtet Agreste auf Basis einer Stichprobe aus dem Dezember. Stattdessen planen die Erzeuger, die Anbauflächen für Mais, Körnererbsen und Kartoffeln deutlicher einzuschränken.

Körnermaisernte 2021 weiter nach oben gesetzt

Für das Erntejahr 2021 hat Agreste im Februar 2022 die französische Körnermaisernte erneut nach oben gesetzt. Mit insgesamt 15,3 Mio. t ist sie um 13 Prozent größer als im Vorjahr. Das Mittel der Jahre 2016 bis 2020 übertrifft sie um fast 17 Prozent. Die gesamte französische Getreideernte 2021 steigt im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahresergebnis um gut 17 Prozent auf 67,5 Mio. t. Auch mehrjährig handelt es sich um eine überdurchschnittliche Getreideerzeugung. Der Fünfjahresdurchschnitt wird um 7,5 Prozent übertroffen.

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