Anbauschätzungen

Franzosen mit Raps an der Spitze


Frankreich gehört zu den Ländern mit einer größeren Rapsfläche im Jahr 2018. Deutschland und Polen stehen auf der Verliererseite.

Deutlich ausgedehnt haben die französischen Landwirte nach der ersten Schätzung der Statistikabteilung des Agrarministeriums in Paris (Agreste) zur Ernte 2018 den Rapsanbau. Zur Herbstbestellung ist die Fläche mit gut 1,5 Mio. ha um fast 10 Prozent größer als im Vorjahr und um 4 Prozent größer als im Fünfjahresmittel. Damit ist Frankreich zur Ernte 2018 führendes Rapsanbauland in der EU. Denn in vielen anderen Ländern waren die Bedingungen zur Herbstbestellung ungünstiger.

Deutschland und Polen fallen ab

Für Deutschland geht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) von einem Rückgang der Anbaufläche um 2 Prozent auf unter 1,3 Mio. ha aus. In Polen, wo es zur Herbstbestellung in den großen Anbaugebieten im Nordwesten ebenso nass war wie im nördlichen Teil Deutschlands, schätzt das agrarökonomische Institut IERiGEZ einen Rückgang der Rapsanbaufläche zwischen 2 und 8 Prozent auf 800.000 bis 850.000 ha. Die polnische Agrarzeitschrift Farmer berichtet, dass Landwirte wegen der ungünstigen Witterung sogar von einer größeren Einschränkung auf nur 700.000 ha ausgehen.

Größere Fläche auf der Insel

Mehr Raps wächst hingegen in Großbritannien. Dort sind nach vorläufigen Schätzungen des Branchenverbandes AHDB rund 616.000 ha Winterraps gesät worden. Das wären 9 Prozent mehr als im Vorjahr und die größte Fläche seit drei Jahren.

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