Ausblick 2030

Sojaschrot immer konkurrenzfähiger

Die EU wird künftig mehr Sojabohnen und -schrot importieren. Im Nahrungsmittelbereich bleibt Rapsöl gefragt, bekommt aber Konkurrenz durch Butter.

Da die Geflügel- und Schweinehaltung sowie die Milchproduktion in der EU bis 2030 zulegen werden, steigt auch die Nachfrage nach Proteinschrot. Das stellt die EU-Kommission in ihrem jetzt veröffentlichten Bericht „EU Agricultural Outlook“ fest. Während in den vergangenen Jahren viel Rapsschrot als Proteinträger eingesetzt wurde, verlagert sich zunehmend die Nachfrage zu Sojaschrot, heißt es weiter.

Die weltweite Sojaproduktion wird bis 2030 um 28 Prozent zulegen, erwartet die EU-Kommission, und zwar vornehmlich in den USA, Brasilien und Argentinien. Die EU, die derzeit einen Anteil von 31 Prozent an den weltweiten Proteinschroten hält, wird künftig ihre Nachfrage nach Soja und Sojaschrot hochfahren, da die Preise für importiertes Soja nachgeben werden, heißt es weiter. Da in den USA und in anderen Regionen die Biodieselnachfrage steigen wird, wird Sojaschrot als Beiprodukt reichlich und günstig verfügbar sein, erwartet die Kommission.

Im Nahrungsmittelbereich rechnet die Kommission damit, dass die Verwendung von Raps- und Sonnenblumenöl in der Ausblicksperiode steigen wird. Rapsöl wird zunehmend im Nahrungsmittelsektor Einsatz finden, da der Bedarf aus dem Bereich der Biokraftstoffe zurückgehen wird. Allerdings gewinne Butter wieder an Beliebtheit, was zulasten der Rapsölnachfrage gehen werde, hält die Kommission fest.

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