Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra verarbeitet weniger Rohstoff aus Australien. Die Milchproduktion bleibt weitgehend stabil.

Die neuseeländische Milchproduktion des Molkereikonzerns Fonterra ist im Februar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat weitgehend stabil geblieben. Auf der anderen Seite sank die Anlieferung in Australien im Januar aufgrund der Trockenheit um 11 Prozent, meldet der Informationsdienst aiz. Die anhaltende Dürreperiode habe zu höheren Rohstoff- und Betriebskosten geführt, erklärte der weltgrößte Milchprodukt-Exporteur in einer Mitteilung.

Die extreme Dürre in Teilen von Ostaustralien hat Rinderzüchter und andere landwirtschaftliche Betriebe getroffen. Fonterras Milcherfassung in Australien ist demnach im Februar gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent gesunken, während die neuseeländische Menge um 4 Prozent zulegte. Von Juni 2018 (dem Beginn der neuen Milchsaison) bis Januar 2019 lag die Anlieferung in Neuseeland in Summe um 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig kam es in Australien von Juli 2018 bis Januar 2019 zu einem Minus von 6 Prozent.

Fonterra gehört zu den fünf größten Molkereien der Welt. Das Unternehmen verarbeitet jährlich etwa 20 Mio. t Rohmilch, davon werden rund 17 Mio. t Milch am Heimmarkt Neuseeland übernommen und 1,6 Mio. t in Australien. Weitere Mengen kommen von Lieferanten in China, Sri Lanka und Lateinamerika. Mehr als 90 Prozent der in Neuseeland erzeugten Milchprodukte werden von Fonterra in rund 140 Länder exportiert. Das Hauptprodukt des marktführenden Unternehmens ist Vollmilchpulver.

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