Australien

EU lässt Canola-Exporte einbrechen

Australien muss sich auf deutlich rückläufige Weizen- und Canola-Ausfuhren 2017/18 einstellen. Das berichtet die Rohstoffbehörde in ihrem vierteljährlichen Report zur Vermarktungssituation.

Die Weizenernte in Australien in der laufenden Saison beziffert Abares mit rund 20 Mio. t – der kleinsten Menge seit 2007/8. Fröste, Hitze und Dauerregen zur Unzeit haben die Perspektiven auf die Ernte, die auf der Südhalbkugel derzeit noch eingefahren wird, deutlich eingetrübt. Mit der Produktion schrumpft auch der Exportüberschuss. Die Ausfuhren beziffert Abares aktuell mit knapp 17 Mio. t, ein Rückgang um 24 Prozent im Vorjahresvergleich.

Noch dramatischer ist der Rückgang der Canola-Exporte. Abares rechnet damit, dass Australien in der laufenden Saison mit 1,9 Mio. t 47 Prozent weniger Canola verschiffen wird als 2016/17. Grund ist eine schrumpfende Nachfrage der EU. Im Vorjahr hatte die EU 88 Prozent der australischen Canola-Exporte aufgenommen, so Abares.

Konkurrenz aus Argentinien macht sich bemerkbar

In der laufenden Saison sei aber die Rapsernte in Europa wieder besser ausgefallen, sodass auch die Nachfrage zurückgehe, heißt es weiter in dem Report. Auch der Fall der Anti-Dumping-Zölle auf argentinischen Biodiesel wird sich nach Einschätzung der Behörde negativ auf die Nachfrage aus der EU auswirken.

Abares steuert in dem Bericht auch eine Analyse des Milchmarktes im benachbarten Neuseeland bei. Demnach wird sich die neuseeländische Produktion nach einem Tief im dritten Jahresquartal deutlich erholen, sodass die Milcherzeugung im Milchwirtschaftsjahr 2017/18 das Vorjahresniveau unter dem Strich um 2 Prozent übertreffen wird. Das wird auch den globalen Buttermarkt unter Druck setzen.

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