Auswinterungen

Polnische Rapsanbauer in Sorge


Die Frostperiode Ende Februar bis Anfang März hat möglicherweise auf polnischen Rapsfeldern erhebliche Ausfälle verursacht. Die aktuellen Minustemperaturen verzögern jedoch die Bestandaufnahme.

 

Viele polnische Rapsanbauer sind seit Wochen in Sorge. Nicht überall war die Schneedecke dick genug, um die Saaten vor den eisigen Ostwinden zu schützen, die als „Biest from the East“ den Monatswechsel Februar/März geprägt hatten. Jetzt könnte es sein, dass einige Rapsfelder, die den Februar-Frost noch überlebt haben, den neuerlichen Wintereinbruch am zurückliegenden Wochenende nicht mehr überstehen. Das gilt vor allem für spät gesäte und schwach entwickelte Rapsbestände.

Nach einem Bericht des Internetportals Farmer.pl sind Landwirte in den Rapsanbauregionen im Norden stärker beunruhigt. Außerdem berichten Landwirte im Westen und im Zentrum Polens von Ausfällen. Am besten steht Winterraps im Süden und im Osten Polens da, weil er dort meist durch eine ausreichend dicke Schneedecke geschützt war.

Völlig unübersichtlich ist zurzeit aber der Umfang der Auswinterung. Denn die Schäden lassen sich erst nach dem Frühlingsbeginn abschätzen, und der lässt auf sich warten.

Traditionell pessimistisch hinsichtlich der Schadenshöhe äußert sich der polnische Verband der Rapsanbauer. Er spricht von Auswinterungen bis zu 25 Prozent der Anbaufläche. Dass solche Zahlen wahrscheinlich deutlich zu hoch gegriffen sind, zeigt der Rückblick auf die letzten beiden Jahre mit umfangreichen Auswinterungen. Zur Ernte 2012 und 2016 waren in Polen jeweils rund 15 Prozent der Winterrapsbestände erfroren.

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