Biodiesel

Argentinien beliefert die EU


Argentinien beliefert Europa mit Biodiesel. Die Herabsenkung der Importzölle zeigt somit Wirkung. Unterdessen sind die Witterungsverhältnisse für die Sojabohnenaussaat in dem Land vorteilhaft.

Argentinien hat im Oktober rund 200.000 t Biodiesel nach Spanien und in die Niederlande geliefert. Das berichtet das Hamburger Analystenhaus „Oil World“ unter Berufung auf Marktteilnehmer. Die USA, die hohe Importzölle für den argentinischen Biokraftstoff verhängt haben, gingen demnach den zweiten Monat in Folge leer aus.

Strafzölle

Die EU erhebt seit dem Jahr 2013 Antidumping-Zölle auf argentinischen Biodiesel aus Sojaöl und auf indonesischen Biodiesel aus Palmöl. Die Zölle werden unternehmensabhängig erhoben. Im Fall von Argentinien schwanken sie zwischen 22 und 25,7 Prozent. Zum 28. September 2017 sind die Einfuhrabgaben auf 4,5 bis 8,1 Prozent gesenkt worden, da Argentinien bei der WTO gegen die Strafzölle geklagt hat.

Dem weiteren Vernehmen nach hat Argentinien bereits Lieferungen über 70.000 t Biodiesel in die EU für den laufenden Monat November kontrahiert, berichten die „Oil World“-Analysten weiter. Es sei aber davon auszugehen, dass die tatsächliche Liefermenge höher ausfallen wird.

La Nina auf der Watchlist

Damit zeigt die deutliche Herabsenkung der Importzölle für argentinischen Biodiesel in der EU Wirkung. Seit Ende September ist die Abgabe drastisch herabgesenkt worden.

Unterdessen sind die Witterungsverhältnisse für die Sojabohnenaussaat und die Entwicklung der Pflanzen positiv, heißt es weiter von Oil World. Die Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die australischen Wetterbehörden die Chance, dass sich Ende des Jahres das Wetterphänomen La Nina herausbildet, derzeit mit 50 Prozent angeben. La Nina geht in Südamerika für gewöhnlich mit Dürre einher.

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