Biodiesel

Exporte laufen wie geschmiert


In den ersten neun Monaten 2017 legten die deutschen Biodieselausfuhren kräftig zu. Immer mehr wird Biodiesel aus Raps durch Biosprit aus Abfallölen ersetzt.

Weltweite Nachfrage nach Biodiesel steigt
Die globale Nachfrage nach Biodiesel wächst im Jahr 2017 voraussichtlich um 1 auf 35,2 Mio. t. Dies meldet Oil World Hamburg. Der Zuwachs findet vor allem in Brasilien, Argentinien und in den USA statt. Dort boomt der Einsatz von Sojaöl zur Herstellung von Biodiesel. Weltweit gilt jedoch Palmöl mit 11 Mio. t als wichtigster Rohstoff für Biodiesel, gefolgt von 7 Mio. t Rapsöl. Oil World schätzt die deutsche Produktion von Biodiesel für 2017 auf rund 3,2 Mio. t. Das sind 25 Prozent der Gesamtproduktion in der EU in Höhe von 12,7 Mio. t.
Von Januar bis September 2017 stiegen die Ausfuhren an Biodiesel um rund 11 Prozent auf 1,16 Mio. t. Wichtigster Abnehmer sind die Niederlande mit einer leichten Steigerung von 1,5 Prozent auf 428.000 t gegenüber Vorjahr gefolgt von Polen. Nach Angaben der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) hat sich Dänemark mit einer Steigerung von 183 Prozent auf 78.146 t, an Frankreich vorbei, auf Platz drei geschoben. Mit einem Plus von 276 Prozent wuchsen die Ausfuhren nach Großbritannien besonders dynamisch. Die Exporte in die USA sind hingegen völlig zum Erliegen gekommen. Gründe sind die politische Fokussierung auf die Inlandsproduktion in den USA aus Sojaöl und der feste Euro, der EU-Ware im Ausland verteuert. Auch Norwegen orderte um mehr als die Hälfte weniger Biodiesel aus Deutschland.

Die Ufop betont die Exportstärke der deutschen Biodieselwirtschaft. Sie halte damit die Rapsölnachfrage stabil, wenn hierzulande zunehmend Biodiesel aus Raps durch Biodiesel aus Abfallölen ersetzt wird. Für 2017 schätzt der Verband eine in Deutschland verbrauchte Biodieselmenge aus Raps (RME) von rund 860.000 t. 2015 waren es noch 1,35 Mio. t. In der EU ist der Verbrauch von Rapsöl zu Biodiesel 2017 leicht auf gut 7 Mio. t gegenüber 2016 gestiegen, gefolgt von 3,5 Mio. t Palmöl und 1,8 Mio. t Abfallölen und 500.000 t Sojaöl.

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